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Gudrun Kopp: Tunesien hat Potenzial als Vorbild für eine ganze Region

(LPP) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp, beendet am heutigen Freitag (13. Juli) eine fünftägige Reise nach Tunesien. In Tunesien nahm der Arabische Frühling seinen Anfang – wichtigstes Anliegen der Reise war es daher, sich ein umfassendes Bild von der Lage im Land auf seinem Weg in Richtung Demokratisierung zu machen und die Fortschritte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu überprüfen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin war beeindruckt von der Aufbruchstimmung in dem nordafrikanischen Land: "Die Menschen setzen sich couragiert für mehr Demokratie, für ihre Meinungsfreiheit und eine größere Beteiligung der Zivilgesellschaft ein. Tunesien ist ein junges Land mit enormem Potenzial – und der Chance, Vorbild für eine ganze Region zu werden. Auch deswegen verdient Tunesien unsere politische Unterstützung – und den Menschen gilt unser Respekt vor ihrem Mut. Nun ist es aber entscheidend, dass diejenigen, die den politischen Wandel erfolgreich eingefordert haben, auch die Früchte für ihren Einsatz ernten. Noch an diesem Wochenende soll ein erster Entwurf der neuen Verfassung vorliegen und bis Ende Oktober endgültig Form annehmen. Wir nehmen die Regierungsvertreter beim Wort und erwarten, dass die neue Verfassung die Menschenrechte, die Gleichberechtigung der Frau und gute Regierungsführung zu ihrer Grundlage macht. Allein auf dieser Wertebasis werden auch private Unternehmen aus Deutschland sich für weitere Investitionen im Land entscheiden. Derzeit engagieren sich 260 deutsche Unternehmen in  Tunesien und stellen 50.000 Arbeitsplätze. Auch deswegen werden wir den weiteren politischen Entscheidungsprozess eng und erwartungsvoll begleiten", so Kopp.

Eine der größten Herausforderungen in Tunesien bleibt die enorm hohe Jugendarbeitslosigkeit vor allem in ländlichen Regionen, der das BMZ mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen begegnet. Vor allem im Bereich eines nachhaltigen Tourismus liegt ein großes Potenzial für zusätzlich Arbeitsplätze – besonders für Frauen.

Ein weiteres Problem ist die jetzt schon akute Wasserknappheit, die sich in den kommenden Jahren noch einmal verschärfen wird. Auch hier ist die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bereits jetzt aktiv, um einerseits das vorhandene Wasser effizient zu nutzen und andererseits neue alternative Möglichkeiten der Wassergewinnung zu erschließen, beispielsweise durch die Entsalzung von Meerwasser oder die Wiederaufbereitung von Brauchwasser.

Quelle: bmz.de
Bild-Quelle: gudrun-kopp.de / Gudrun Kopp / Frank Ossenbrink

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