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Haushalt 2015/16 – Vértes-Schütter: "Sanierungsinitiativen stärken Hamburgs Kultur"

Haushalt 2015/16 – Vértes-Schütter: "Sanierungsinitiativen stärken Hamburgs Kultur"

Isabella Vértes-Schütter, Fachsprecherin Kultur der SPD-Fraktion, in der heutigen Bürgerschaftsdebatte: "Der vorgelegte Etat zeigt, dass die Kultur auch in den nächsten beiden Haushaltsjahren bei uns in guten Händen ist. In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam mit dem Senat viel bewegt und die Voraussetzungen geschaffen, um die Hamburger Kulturlandschaft in ihrer ganzen Vielfalt zu sichern. Es ist uns gelungen, das unter Schwarz-Grün verloren gegangene Vertrauen der Kulturszene zurückzugewinnen. Das wird auch an den Zahlen deutlich: 2014 werden 232 Millionen Euro (ohne eine Einmalzahlung an die Elbphilharmonie in Höhe von 82 Millionen Euro), 2015 gut 243 Millionen Euro und 2016 247 Millionen Euro für den Kulturetat zur Verfügung stehen."

In das Zentrum ihrer Haushaltsberatungen hat die SPD-Fraktion wiederum zahlreiche Sanierungsinitiativen für Kultureinrichtungen gestellt. Vértes-Schütter: "Mit unserem Antragspaket in Höhe von knapp 14 Millionen Euro bringen wir mit der Sanierung des Kulturpalastes in Billstedt, des Bergedorfer Schlosses, des Bismarckdenkmals mit dem Alten Elbpark sowie verschiedener Bürgerhäuser zahlreiche Vorhaben auf den Weg. Fasst man alle Initiativen der letzten vier Jahre zusammen, ergibt sich, dass wir aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 in dieser Legislatur insgesamt mehr als 40 Millionen Euro zusätzlich in die Kulturinfrastruktur der Stadt investiert haben. Wir stellen uns dieser Herkulesaufgabe und gehen den Sanierungsstau bei Hamburgs Kultureinrichtungen energisch an." Viele weitere Projekte seien in den letzten vier Jahren außerdem erfolgreich angeschoben worden, so die SPD-Kulturexpertin weiter: "Nach der Sanierung des Bühnenturms des Deutschen Schauspielhauses und der Nordhalle der Deichtorhallen wird nun die Kunsthalle modernisiert. Das Harburger Theater erhielt zur Spielzeit 2014/15 endlich eine größere Bühne und erstmalig eine adäquate Hinterbühne. Das Planetarium wird 2015/16 ebenfalls saniert und mit einem Sockelgeschoss erweitert. Auch das Altonaer Museum, die Zentralbibliothek der Stiftung Hamburger öffentliche Bücherhallen, die Kirche St. Katharinen und das Mahnmal St. Nikolai, die Patriotische Gesellschaft, Thalia Theater oder auch die Fabrik in Altona konnten wir mit Sanierungsinitiativen unterstützen."

Vértes-Schütter: "Weiter gefördert wird auch die aktuelle Musik, der Jazz sowie die Live-Musik-Clubs und kleinen Musiklabels. Hier haben wir mit einem Antrag einen Schwerpunkt gesetzt, da uns die Musikstadt Hamburg ein Herzensanliegen ist. Zur stärkeren Vernetzung der Hamburger Musikwirtschaft im Rahmen der Teilnahme am 'South by Southwest Festival' und an der Music Publishing Summer School (MPSS) erhöhen wir die Mittel um 15.000 Euro pro Jahr." Auch das Thema Teilhabe ist ein weiterer Schwerpunkt der Anträge aus dem Kulturbereich. Die SPD-Fraktion unterstützt den Verein "Die Kulturloge Hamburg e.V." mit 30.000 Euro jährlich. Der Verein vermittelt seit 2011 nicht verkaufte Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen an Menschen mit geringen Einkünften und ermöglicht dadurch die Teilhabe am vielfältigen kulturellen Leben in Hamburg. Zahlreiche Hamburger Kulturveranstalter stellen der Kulturloge ihre nicht verkauften Tickets zur Verfügung. Die Kulturloge vermittelt – in Kooperation mit sozialen Einrichtungen – diese Karten kurzfristig per Telefon an ihre Gäste.

Vértes-Schütter abschließend: "Nachdem wir das Projekt Elbphilharmonie komplett neu geordnet und die Geburtsfehler aus der Vergangenheit behoben haben, können wir uns auf die Fertigstellung eines der besten Konzerthäuser der Welt freuen. 2016 wird der Bau endlich vollendet und die Konzertsäle 2017 eröffnet. Bereits seit der Saison 2009/2010 führt die HamburgMusik gGmbH erfolgreich Elbphilharmonie-Konzerte in der Laeiszhalle und an wechselnden Spielstätten der Stadt durch und trägt damit zur Stärkung der Qualität und Vielfalt des Musiklebens in dieser Stadt bei."

Redaktion

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