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SPD-Schulsenator vernachlässigt Flüchtlingsbeschulung

Anna von Treuenfels, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, zu den Problemen der Beschulung von Flüchtlingskindern in Hamburg, wie sie sich aus einer vom Senat beantworteten Kleinen Anfrage ergeben:

 

SPD-Schulsenator vernachlässigt Flüchtlingsbeschulung

 

„Die Zahl der schulpflichtigen Flüchtlingskinder hat sich in drei Monaten bis zum Sommer fast verdoppelt. Jetzt sind die 153 Basis- wie Internationalen Vorbereitungsklassen (IVK-Klassen) praktisch voll, neue Kinder würden die sinnvollerweise kleinen Gruppen- und Klassengrößen sprengen. Der Zustrom nach Hamburg hält aber unvermindert an und wird es besonders den Sommer über auch weiter tun. Wie das gerade mal 15 zusätzliche Klassen nach der Ferien auffangen sollen, bleibt das Geheimnis der Schulbehörde.

 

Praktisch alleingelassen werden die Flüchtlingskinder dann später in den Regelschulen: 0,6 Stunden Lehrer-Wochenarbeitszeit für ihre weiter aufwendige Sprachförderung, das ist viel zu wenig. Und mit der gleichmäßigen Verteilung über die Bezirke, von der die SPD in Sachen Flüchtlingspolitik ständig redet, klappt es auch nicht:  So wird etwa im Bezirk Altona kein einziger Flüchtling an einer berufsbildenden Schule unterrichtet. Eimsbüttel hat nur 82 Kinder in Basis- und IVK-Kassen, während Mitte 803 hat.

 

Das alles zeigt: Den Sommerurlaub gönnen wir dem Schulsenator persönlich gern. Aber angemessener wäre es in dieser Situation, wenn er in der Bildungsbehörde die bestehenden Probleme und drängenden Herausforderungen der Flüchtlingsbeschulung angehen würde.“

Redaktion

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