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Gravierende Lücke im Hamburger Jugendhilfesystem

Der Fall um die der Kindesmisshandlung in einer S-Bahn verdächtigten Frau spitzt sich zu. Nun wurde bekannt, dass die Frau, die das kleine Mädchen mit Schlägen und Tritten malträtierte, vom Jugendamt als dessen Pflegemutter eingesetzt worden war.  Damit offenbart der Fall erneut gravierende Lücken im Hamburger Jugendhilfesystem. Die strengen Standards, die nach dem Tod der kleinen Chantal im Jahr 2012 eingeführt worden waren, werden bei zahlreichen Pflegefamilien nicht annährend eingehalten. Das musste der rot-grüne Senat jetzt auch in seiner Antwort auf eine Große Anfrage der CDU einräumen.

Dazu erklärt Philipp Heißner, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Dieser erneute Fall schwerer Kindesmisshandlung muss einen in vielerlei Hinsicht fassungslos machen. Wieder offenbaren sich gravierende Lücken im Hamburger Jugendhilfesystem. Die Wahrheit ist, dass die Standards, die nach dem Tod der kleinen Chantal im Jahr 2012 eingeführt wurden, bei zahlreichen Pflegefamilien offenbar bis heute  keine Anwendung finden. In Anbetracht der Historie schwerster Fälle von Kindesmisshandlung in Hamburg ist dieses erneute Fehlverhalten der Behörden einfach unbegreiflich. Warum hat es von Seiten des Jugendamts keine genaue Prüfung gegeben, bevor die Großmutter als Pflegemutter eingesetzt wurde? Warum wurde das kleine Mädchen vom Jugendamt inzwischen zu der leiblichen Mutter zurückgegeben, obwohl diese nachweislich in der Vergangenheit mit der Erziehung des Kindes überfordert war? Wenn auch in diesem Fall, wie in hunderten anderen in Hamburg, die vorgeschriebenen Hausbesuche und Hilfegespräche versäumt wurden und dadurch das Wohlergehen des Kindes gelitten hat, wäre das ein neuer Skandal in der Hamburger Jugendhilfe.“ 

Redaktion

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