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Sabine Boeddinghaus: Chancengerechtigkeit nicht nur für Hochbegabte

Bund und Länder haben angekündigt, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler stärker zu fördern. Ziel der Initiative von Kultusministerkonferenz und Bundesbildungsministerium sei es, Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status so zu unterstützen, dass ein für alle bestmöglicher Lern- und Bildungserfolg erreicht werden kann. Dazu werden Bund und Länder 125 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: "Die Absicht, Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status zu fördern, begrüße ich ausdrücklich. Dass dieses Ziel in Deutschland bislang verfehlt wurde, hat zuletzt einmal mehr der IQB-Bildungstrend angeprangert. 'Das Ringen um Chancengleichheit im Bildungssystem bleibt eine zentrale Herausforderung', heißt es dort. Ich wundere mich sehr, dass diese Einsicht jetzt gerade im Zusammenhang mit der besonderen Förderung leistungsstarker Schüler_innen über die Kultusminister_innen kommt.“

DIE LINKE fordert eine Schul- und Bildungspolitik, die alle Schüler_innen gleichermaßen im Blick hat und sie ihren Talenten entsprechend unterstützt und fördert. Das gilt sowohl für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf als auch für leistungsstarke Schüler_innen bis hin zu Kindern und Jugendlichen mit Hochbegabung. „Gelder aus dem Bund sind natürlich willkommen, sollten aber nicht projektartig und auf Zeit angelegt sein. Vielmehr müssen alle Schulen strukturell bedarfsgerecht ausgestattet werden. Das wäre gleichzeitig gelebte Inklusion ohne Ausgrenzung und Stigmatisierung. Dass es in Hamburg da noch viel zu tun gibt, haben jüngst sowohl die Schulleitungen der Stadtteilschulen als auch der Gymnasien versucht, Senator Rabe nahezubringen.“

Redaktion

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