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10.000 Stimmen für Gute Inklusion in Hamburg

Die Volksinitiative „Gute Inklusion für Hamburgs Schüler_innen“ hat in sechs Wochen über 10.000 Unterschriften gesammelt. Ein gutes Ergebnis, findet Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wir gratulieren der Volksinitiative zu dem schnellen Erfolg und ihrem unermüdlichen Engagement. Doch es ist bezeichnend, dass die offensichtlichen Mängel in der Schulpolitik erneut aus der Mitte der Gesellschaft heraus, von Eltern, Lehrkräften und kritischen Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert werden müssen, obwohl diese laut der Versprechen der rot-grünen Koalition längst hätten beseitigt werden sollen.“ Die erfolgreiche Unterschriftensammlung zeige, dass es enormen Rückhalt in der Bevölkerung für die nötigen Verbesserungen in der schulischen Inklusion gebe, so Boeddinghaus. „Der Schulsenator muss dies nun endlich zur Kenntnis nehmen und sollte vor allem nicht mehr sein altes Märchen von angeblich 1141 zusätzlichen Vollzeitstellen, die er für die Inklusion seit 2012/13 bis heute an den Schulen bereitgestellt hätte, erzählen. Laut eigenen Zahlen des Senats handelt sich gerade einmal um 178 zusätzliche Stellen.“

Laut der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der LINKEN zu den personellen Ressourcen für die Inklusion in staatlichen Schulen (vgl. Drs. 21/7233) gab es 2012/13 991 Stellen (721 Lehrer_innen- und 270 Sozialpädagog_innen), im Jahr 2016/17 waren es hingegen 1169 Stellen (1140 Lehrer_innen und 29 Sozialpädagog_innen) – was in der Differenz lediglich 178 Stellen ergebe.

„10.000 Unterschriften sind ein klares Signal: Wir brauchen endliche eine angemessene Ausstattung für eine inklusive Beschulung in allen Bereichen. Nun bleibt zu hoffen, dass Schulsenator Rabe und der rot-grüne Senat  Verantwortungsbewusstsein beweisen, die Forderungen der Volksinitiative ernst nehmen und diese konsequent umsetzen“, sagt Boeddinghaus.

Redaktion

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