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Hamburgs Schulen sind auf private Spenden angewiesen

Hamburgs Schulen werden nicht nur vom Senat teils unzureichend finanziert, auch das Aufkommen privater Spenden fällt sozialräumlich und je nach Schulart sehr unterschiedlich aus. Das ergibt eine aktuelle Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/8441). „Fast nur Schulen in den besten Soziallagen profitieren von größeren privaten Zuwendungen“, erläutert Sabine Boeddinghaus das Ergebnis der Anfrage. „Das scheint aufgrund der Verdienstverhältnisse der Elternschaft logisch, bedeutet aber klare Nachteile für alle weniger gut situierten Standorte. Da sie einfach nicht auf entsprechende Gönner_innen zurückgreifen können, werden ihre Gestaltungsmöglichkeiten im Vergleich zu Schulen mit hohem Spendenaufkommen noch geringer.“

Abgefragt hatte die Fraktion alle privaten Spendenmittel an staatliche Schulen über 10.000 Euro sowie deren Verwendungszwecke pro Schuljahr. Die Auswertung zeigt, dass beträchtliche private Förderungen in Form von Geldmitteln, Sachspenden sowie ehrenamtlicher Arbeit von Förder- und Schulvereinen, Stiftungen, Eltern und Privatpersonen in die Schulen fließen, allerdings sehr ungleich verteilt sind. So richteten sich Stiftungszuwendungen eher an Schulen mit hohem Sozialindex (6, 5 und 4) und bevorzugten klar Gymnasien gegenüber Stadtteilschulen.

„All das ist für viele Schulen natürlich eine unschätzbare Hilfe, um bestimmte Angebote überhaupt erst ermöglichen zu können“, erklärt Boeddinghaus. Denn anders als der Senat in seiner Antwort nahezulegen versucht, handelt es sich bei den erst dadurch möglichen Anschaffungen nicht nur um zusätzliche Extras, sondern teilweise um dringend nötige Ausstattung. „Wenn der Senat mal ehrlich ist, dann sind Zuschüsse zum Ganztag, die Ausstattung von Klassenräumen mit Smartboards und Computern, Sportrollstühle oder auch sozialtherapeutische Projekte eigentlich Aufgaben, die von ihm finanziert werden müssten.“

Redaktion

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