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Geplante Umbaumaßnahmen - Ein barrierefreies Rathaus für alle

Ende 2014 hatte die Bürgerschaft den barrierefreien Ausbau des Hamburger Rathauses beschlossen. Nun liegen die konkreten Planungen des Senats vor und sollen heute von der Bürgerschaft bestätigt werden. Kern des Umbaus ist der Dielenfahrstuhl im Innenhof des Rathauses, der künftig alle Stockwerke auch für mobilitätseingeschränkte Menschen erreichbar macht. Weiterhin werden die Toiletten und der Infotresen barrierefrei umgebaut sowie der Sitzungsraum 151 für alle leichter zugänglich. SPD und Grüne begrüßen diese notwendigen Maßnahmen.

Dazu die SPD-Abgeordnete Regina Jäck, Expertin für Menschen mit Behinderung: "Kaum ein anderes deutsches Landesparlament bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern so umfassend Gelegenheit, das politische Geschehen hautnah mitzuerleben wie die Bürgerschaft. Aber gerade für Menschen mit Behinderungen war ein Besuch des Rathauses aufgrund der baulichen Gegebenheiten bislang nur sehr eingeschränkt möglich. Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses so wichtige Projekt gemeinsam mit den anderen Fraktionen angegangen sind. Es war eine schwierige Aufgabe, den Umbau unseres denkmalgeschützten, historischen Rathauses zu planen und Lösungen für dieses einmalige Gebäude zu entwickeln. Menschen mit Behinderungen gehören in unsere Mitte, gemeinsam haben wir dafür Sorge zu tragen, dass Barrieren überwunden und abgebaut werden, diesen Anspruch lösen wir auch und gerade für das Hamburger Rathaus mit den jetzt geplanten Umbaumaßnahmen ein."

Dazu Mareike Engels, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Ein Rathaus muss für alle Bürgerinnen und Bürger offen und transparent sein. Das sollte der Anspruch aller Demokratinnen und Demokraten sein. Die Neuerungen ermöglichen in Zukunft, dass auch mobilitätseingeschränkte Menschen Zugang zum Rathaus haben. Das ermöglicht ihnen aktiv die Hamburger Politik in Sitzungen und Veranstaltungen mitzuerleben und nicht zuletzt auch das Rathaus zu besichtigen. Auch die Angebote für gehörlose und sehbehinderte Menschen sollen ausgebaut werden. Ich bin froh, dass es mit dem Projekt 'Barrierefreies Rathaus' nun endlich vorangeht."

Hintergrund:
Als das Rathaus Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, war Barrierefreiheit noch kein Thema. Künftig soll es einen Außenfahrstuhl geben, der geräumig genug für Rollstühle und Rollatoren ist. So können mobilitätseingeschränkte Menschen auch bis in die obersten Besucheretagen gelangen. Die Zuschauertribüne soll Rollstuhlplätze erhalten und auch die Toiletten werden entsprechend ausgebaut.

Redaktion

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