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Fachunterrichtsausfall an Schulen unverändert hoch

13 Prozent des fachlichen Unterrichts an Hamburger Schulen werden nicht wie geplant erteilt – das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Fraktion die LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor. „Wir reden hier über fast 400.000 Schulstunden, in denen im besten Fall andere Fächer unterrichtet werden, im schlimmsten Fall aber nur eine Aufsicht erfolgt. So geht den Schülerinnen und Schülern wichtiges Wissen verloren. Das ist nicht akzeptabel!“, sagt Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2016/17) ist in etwa genauso viel Fachunterricht ausgefallen. Betroffen sind vor allem die Stadtteilschulen (17 Prozent Ausfall), an Gymnasien fallen 15 Prozent der Stunden aus, an Grundschulen 9 Prozent. „Das sind nur Durchschnittswerte, an vielen Schulen dürfte die Lage dramatischer sein“, so Boeddinghaus. „Beunruhigend ist, dass besonders viele Stunden in den kritischen Klassenstufen der weiterführenden Schulen ausfallen, etwa in Klasse 9 und 13, in denen Abschlüsse oder Anschlüsse zu höherer Schulbildung erworben werden. So gefährdet man fahrlässig Bildungskarrieren, Chancengleichheit sieht anders aus!“

Boeddinghaus sieht einen Zusammenhang zur Qualifikation der Vertretungslehrkräfte: Mit 67,9 Prozent haben mehr als zwei Drittel der eingesetzten Lehrkräfte keine pädagogische Ausbildung, davon können offenbar weniger als die Hälfte eine fachliche Qualifikation nachweisen (siehe Anlage 11). „Kein Wunder, dass so nicht alle Stunden angemessen vertreten werden können!“, sagt Boeddinghaus.
Ein weiterer Grund für den hohen Ausfall sei die sehr unterschiedliche finanzielle Ausstattung der Schulen. „Der Senat muss endlich für eine vollumfängliche bedarfsgerechte Unterrichtsausstattung und eine transparente zentrale Steuerung sorgen, damit alle Schulen die gleichen Chancen haben“, so Boeddinghaus.

Redaktion

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