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Mehr Sicherheit im Stadion: SPD und Grüne wollen Fanprojekte stärker fördern

Um künftig Ausschreitungen bei Fußballspielen zu verhindern, setzen sich die Bürgerschaftsabgeordneten der rot-grünen Regierungskoalition für eine stärkere Förderung  von Fanprojekten und eine Weiterentwicklung des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit in Hamburg ein. Mit einem entsprechenden Antrag (siehe Anlage) wollen die Abgeordneten erreichen, dass die strategische Ausrichtung der Sicherheitsmaßnahmen künftig kontinuierlich überprüft und angepasst wird - auch vor dem Hintergrund eines Stadtderbys in der 2. Fußball-Bundesliga. 

Dazu Sören Schumacher, Fachsprecher Innenpolitik der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Der 12. Mai 2018 war eine Zäsur für den Sport in Hamburg. Der HSV stieg in die zweite Liga ab - und konnte sich aufgrund von wenigen Krawallmachern im Stadion nicht einmal anständig aus der Erstklassigkeit verabschieden. Wir müssen das Sporterlebnis in unserer Stadt zukünftig noch besser schützen und die bestehenden Konzepte weiter verbessern, damit nicht einige wenige Störenfriede immer wieder das Familienerlebnis Fußball torpedieren. Kollektivstrafen sind dabei der falsche Weg - denn damit wird auch der große Anteil friedlicher Fans abgestraft. Wir müssen vielmehr eine zielgerichtete Strafverfolgung einzelner Krawallmacher ermöglichen. Deshalb wollen wir auch das nationale Konzept Sport und Sicherheit von 2012 aktualisieren und bestehende Präventivprogramme ausbauen. Die Fanprojekte in Hamburg offenbaren den Fußballfans alternative, kreative Wege, mit denen sie ihren Verein unterstützen können. Gerade, weil uns in dieser Saison wieder einige (Stadt-)Derbys bevorstehen, müssen wir jetzt aktiv werden und sicherheitsrelevante Maßnahmen aktiv hinterfragen."

Dazu Antje Möller, innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Wir nehmen den Saisonauftakt zum Anlass, die Präventionsarbeit der Hamburger Fanprojekte in den Fokus zu nehmen. Nach den Ereignissen, die den Abstieg des HSV in die zweite Liga begleitet haben, wollen wir in der Bürgerschaft die präventiven und sicherheitsrelevanten Maßnahmen auf den Prüfstand stellen. Aus grüner Sicht soll der Schwerpunkt bei der kreativen und gewaltfreien Fankultur liegen. Dazu gehört, sich vor allem im Vorwege von Hochrisikospielen mit den Beteiligten an einen Tisch zu setzen."

Hintergrund

Das Nationale Konzept Sport und Sicherheit wurde 1993 von der Innenministerkonferenz erlassen und seitdem mehrfach überarbeitet und angepasst - zuletzt 2012. Das aktuelle Konzept wurde in Zusammenarbeit zwischen der Innen- und Sportministerkonferenz, Deutscher Fußballiga (DFL) und Deutschem Fußballbund (DFB) entwickelt und umfasst unter anderem die Schwerpunkte: Stadionsicherheit, Fanreiseverkehr, Veranstaltungssicherheit, Prävention und Fanbetreuung. In Hamburg sind die Fanprojekte des Hamburger SV und des FC St. Pauli seit Jahren wichtige soziale Konzepte, um Fangewalt vorzubeugen.

Redaktion

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