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Erinnerungskultur: Rot-Grün will „Geschichtsort Stadthaus“ wissenschaftlich begleiten lassen


SPD und Grüne setzen sich mit einem Haushaltsantrag für die Schaffung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle für den "Geschichtsort Stadthaus" ein (siehe Anlage). Während der nationalsozialistischen Herrschaft war der Gebäudekomplex am Neuen Wall/Stadthausbrücke bis zu seiner Ausbombung 1943 die „Zentrale des Terrors“ in Hamburg – hier waren das Polizeipräsidium sowie die norddeutschen Leitstellen von Kriminalpolizei und Gestapo untergebracht. Der Gedenkort soll künftig an die Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten bei Vernehmungen misshandelt, gefoltert und ermordet wurden.

Dazu Dr. Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD Bürgerschaftsfraktion: „Mit unserem Antrag greifen wir einen Vorschlag aus dem Beirat für den ‚Geschichtsort Stadthaus‘ auf. Wir wollen eine intensive pädagogisch-wissenschaftliche Betreuung sowie eine umfassende Vermittlung der Inhalte am künftigen Gedenkort gewährleisten. Das ist ein wichtiger Baustein zur Schaffung eines Lernortes und eines insgesamt angemessenen Gedenkortes.“

Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Stadthaus war in der Zeit des Nationalsozialismus die Terrorzentrale Norddeutschlands. Daher ist es verständlich und richtig, dass die Frage, wie man würdevolles Gedenken und einen Lernort ermöglichen kann, heiß diskutiert wird. Mit der zusätzlichen Stelle zur wissenschaftlichen Begleitung der Arbeit ermöglicht Rot-Grün eine fachlich fundierte Unterstützung für Veranstaltungen, Ausstellungen und Ähnliches. Gleichzeitig wird die Anbindung an die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit ihrer enormen Kompetenz in Sachen Erinnerungskultur noch verstärkt.“

Redaktion

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