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Rot-Grün unterstützt Erhalt des wichtigen Geschichtsortes auf der Elbinsel

Für die Unterstützung einer umfassenden Renovierung und Sanierung des Museums Elbinsel Wilhelmsburg sollen 800.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 bereitgestellt werden. Einen entsprechenden Antrag bringen die Fraktionen von SPD und Grüne in die kommende Bürgerschaftssitzung am 22. Mai ein (siehe Anlage). Die Sanierungsmaßnahmen sollen zudem durch Bundesmittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro und durch weitere Mittel seitens Stadt Hamburg gefördert werden; hier stehen Mittel der Finanzbehörde beziehungsweise des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen in Aussicht. Mit dem Geld werden Bauarbeiten finanziert, die von der Sanierung des Fachwerks, der Fassaden, des Daches bis hin zur Restaurierung der historischen Fenster sowie weiterer zahlreicher Maßnahmen reichen.  

Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Auch für ganz Hamburg bedeutend, bereichert das Museum seit vielen Jahrzehnten das kulturelle Leben vor Ort und ist aus Wilhelmsburg nicht mehr wegzudenken. Mit einem neuen Sonderausstellungsbereich über die Sturmflut von 1962 wird das Museum nach der Sanierung auch an eine Katastrophe erinnern, die vielen Hamburgerinnen und Hamburgern noch lebhaft im Gedächtnis ist. Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg leistet einen wertvollen Beitrag zu Hamburgs vielfältiger Museumslandschaft. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Bürgerschaftsantrag Mittel für die dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen bereitstellen können."

Dazu Michael Weinreich, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter aus Wilhelmsburg: "Schon als Kind habe ich sehr gerne das Museum Elbinsel Wilhelmsburg besucht und freue mich sehr, dass wir nun zur Sanierung und Renovierung des Gebäudes beitragen können. Mir als Historiker ist das Museum mit seiner kulturhistorischen Bedeutung für Wilhelmsburg besonders wichtig. Für viele Bürgerinnen und Bürger in Wilhelmsburg ist das Museum mit seinem Café ein fester Anlaufort. Auch Schulklassen besuchen regelmäßig die Ausstellungen, um sich mit der Geschichte der Elbinseln, dem Schiffsbau und vielem mehr vertraut zu machen - wir setzen uns dafür ein, dieses Wilhelmsburger Kleinod für Jung und Alt wieder flott zu machen."

Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Ein vielfältiges kulturelles Angebot macht eine Großstadt quirlig und anziehend. Auch südlich der Elbe gibt es eine lebendige Kulturszene, wie das Museum Elbinsel beweist. Dort können alle Hamburgerinnen und Hamburger die spannende und wechselvolle Geschichte eines der größten Stadtteile - Wilhelmsburg - ganz lebendig nachvollziehen. Im ehrwürdigen denkmalgeschützten Wilhelmsburger Amtshaus wird dazu ein großartiges Programm für alle geboten. Das Museum Elbinsel ist nicht nur bereits mehr als 100 Jahre alt, sondern vor allem ein wertvoller Teil der lokalen Kultur- und Bildungsszene. Es zeigt auch, was durch beeindruckendes Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher erreicht werden kann. Für mich ist daher wichtig, dass die Bürgerschaft  bei der dringend notwendigen Renovierung des Gebäudes Unterstützung aus dem Sanierungsfonds leisten muss."

Dazu Farid Müller, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Der Sanierungsfonds hat sich als Instrument über die Jahre bewährt. Dass wir über diesen Fonds allerdings eine so umfassende und kostenintensive Einzelmaßnahme wie bei dem Museum Elbinsel finanzieren, kommt eher selten vor. Wir stehen voll und ganz hinter diesem Projekt. Allerdings handelt es sich um eine Altbausanierung und so ist es für uns wichtig, dass die Finanzierung erst freigegeben wird, wenn alle Kosten und deren genaue Herkunft feststehen."

Hintergrund: Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg, das bereits 1907 gegründet wurde, ist seit über 50 Jahren im denkmalgeschützten Wilhelmsburger Amtshaus untergebracht, das 1724 auf den Grundmauern eines Schlosses, das wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, errichtet wurde. Der Gewölbekeller von 1620 sowie Teile des Burggrabens sind noch vorhanden und können besichtigt werden.

Redaktion

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