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CDU für den Erhalt Hamburger Spitzenforschung

(LPP) Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) soll nach Plänen des Senats weniger Geld erhalten. Die bislang von mehreren Fachbehörden zur Verfügung gestellte Grundfinanzierung von 288.000 Euro soll stufenweise auf 100.000 Euro gekürzt werden.

In der relativ kurzen Zeit seit seiner Gründung 2006 erhielt das DZSKJ bereits über 3 Mio. Euro Drittmittel für Forschungsprojekte von der EU, Bundesministerien und Stiftungen. Dies unterstreicht die bundesweit anerkannte Forschungsleistung der Einrichtung. Zur Fortsetzung dieser Arbeit ist jedoch eine stabile Grundfinanzierung unerlässlich.

Mit einem Antrag setzt sich die CDU-Fraktion dafür ein, dass die bisher vom Senat bereitgestellte Grundfinanzierung auch weiterhin gewährleistet wird. Die Bürgerschaft wird sich am 15./16. August damit befassen.

Thilo Kleibauer, wissenschaftspolitischer Fachsprecher der CDU-Fraktion:

„Das DZSKJ ist bundesweiter Spitzenreiter im Bereich der praxisbezogenen Suchtpräventionsforschung – dies wurde gerade erst durch eine externe Evaluation bestätigt. Obwohl selbst einige Senatoren von der Notwendigkeit des Zentrums überzeugt sind, setzt die SPD den Erfolg der Einrichtung komplett aufs Spiel. Damit gefährdet sie Hamburgs Vorreiterposition auf diesem Forschungsgebiet.“

Hjalmar Stemmann, gesundheitspolitischer Fachsprecher der CDU-Fraktion:

„Das DSZKJ ist das einzige Forschungsinstitut in Deutschland, das sich schwerpunktmäßig mit der Suchtgefährdung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Gerade bei Heranwachsenden müssen Suchtprobleme frühzeitig erkannt werden. Die vom Senat geplanten Kürzungen in diesem Bereich sind daher das völlig falsche Signal."

Hintergrund:

Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters wurde im Rahmen des Senatskonzepts "Drogenfreie Kindheit und Jugend" Anfang 2006 am UKE eingerichtet. Dort werden die Risiken und Auswirkungen von Suchtgefährdung und Suchtstörungen erforscht und frühe Hilfen für Betroffene entwickelt und erprobt.

An der jährlichen Grundfinanzierung von 288.000 Euro waren bislang mehrere Fachbehörden (Wissenschaft, Gesundheit, Schule, Soziales) beteiligt. Neben den vielen nationalen und internationalen Forschungsprojekten ist das DSZKJ auch ein wichtiger Bestandteil der Suchthilfe in Hamburg. Die Forschungsergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Arbeit in der Suchtprävention.

In der Kooperation mit zahlreichen Einrichtungen der Sucht- und Jugendhilfe sowie Behörden und Schulen werden die in der Forschung gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis vermittelt. Gleichzeitig besteht eine enge Verzahnung mit dem stationären, tagesklinischen und ambulanten Angebot des UKE.

Im Vorwort einer aktuellen Broschüre des DZSKJ kommt auch die Hamburger Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks zu folgendem Fazit: „Aber wir können dazu beitragen, Suchtentwicklungen zu verhindern und frühzeitig zu stoppen. Besonders wichtig ist es, suchtgefährdete Kinder und Jugendliche zu erreichen, bevor Gesundheitsschäden und soziale Desintegration drohen. Dafür benötigen wir mehr Wissen über Suchtentstehung im Kindes- und Jugendalter, mehr Wissen über Methoden und mehr Wissen darüber, welche Interventionen wirklich wirken. Das DZSKJ bei dieser Aufgabe zu unterstützen, ist gut angelegtes Geld."

Hier finden Sie den Antrag Hamburgs Spitzenstellung in der Suchtpräventionsforschung nicht aufs Spiel setzen – Grundfinanzierung für Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) sicherstellen

Julia Wagner
Pressesprecherin

CDU Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
 
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