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SPD Hamburg: Besserer Schutz für Kinder drogensubstituierter Patienten

(LPP) Zu der heute vorgestellten Kooperationsvereinbarung von Ärztekammer, Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), den Trägern der Suchthilfe, den Bezirksämter und den zuständigen Behörden zum Schutz von Kinder substituierter Suchtpatienten erklärt der Fachsprecher Gesundheit und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Martin Schäfer:


"Die SPD-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die Kooperationsvereinbarung als einen wichtigen Schritt, um den Schutz der Kinder von substituierten Patienten zu verbessern. Neben den ausgearbeiteten Standards zur Kooperation von Ärzten, Jugendämtern und Psychosozialer Betreuung ist mir besonders wichtig, dass die zeitliche Begrenzung der psychosozialen Betreuung von Substitutionspatienten mit Kindern, die der Vorgängersenat eingeführt hatte, bereits im Vorwege aufgehoben wurde."

Zum Hintergrund:
Der Gesundheitsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hatte sich im November und Dezember 2011 bereits vor dem Fall Chantal mit der Problematik der Kinder von Substitutionspatienten und anderen Suchterkrankten unter anderem in einer Expertenanhörung befasst. Die Bürgerschaft hatte darauf hin den Senat gebeten, bis Ende Juli 2012 konkrete Maßnahmen vorzulegen (Drs.20/3118), was der Senat nun getan hat.

Im Jahr 2011 wurden in Hamburg bei rd. 4.500 opiatabhängigen Personen Substitutionsbehandlungen durchgeführt. Die meisten der in der Suchthilfe bekannten opiatabhängigen Eltern (600) werden mit Ersatzstoffen wie z.B. Methadon substituiert. Bekannt sind ca. 1000 minderjährige Kinder, deren Eltern oder Elternteile in einer Substitutionsbehandlung sind. Exakte Zahlen gibt es nicht, da nur diejenigen bekannt werden, deren Eltern sich im Hilfesystem melden.

Dazu Schäfer: "Es ist deshalb von besonderer Bedeutung, dass opiatabhängige Eltern den Weg ins Hilfesystem finden und sich gegenüber ihren Ärzten erklären. Im Rahmen der Psychosozialen Betreuung werden zudem spezielle Hilfestellungen angeboten (IGLU-Projekt)."

Der Gesundheitsausschuss hatte nach den Beratungen Ende 2011 einstimmig folgendes Ersuchen an den Senat beschlossen:

"Der Senat wird ersucht,
- in Kooperation mit den Bezirken, der Ärztekammer, der Kassenärztli-chen Vereinigung Hamburg, den substituierenden Ärztinnen und Ärz-ten sowie den Trägern der Psychosozialen Betreuung zu prüfen, ob analog der Kooperationsvereinbarung zwischen Suchthilfe und Ju-gendhilfe ein Verfahren entwickelt werden kann, mit den Zielen:
. Risiken für Kindeswohlgefährdungen bei substituierten Drogenabhängi-gen präventiv und wirksam vorzubeugen
. Kindeswohlgefährdungen bei substituierten drogenabhängigen Eltern frühzeitig wahrzunehmen und darauf adäquat zu reagieren.
. Verfahren zur Kooperation festzulegen.
- zu prüfen, ob die Begrenzung der Regelbetreuungszeit für die Psychosoziale Betreuung ausgesetzt werden kann, wenn es sich um substituierte drogenabhängige Eltern handelt, die Umgang mit minderjährigen Kindern haben.
- darzustellen, welche betreuten Wohnangebote substituierten, drogenabhängigen schwangeren Frauen und Eltern mit Neugeborenen zur Verfügung stehen und ob weitergehender Bedarf vorhanden ist.
- ebenfalls darüber zu berichten, welche Angebote der Sucht- und Jugendhilfe Kindern zur Verfügung stehen, deren Eltern andere Suchterkrankungen haben.
- der Bürgerschaft bis zum 31.07.2012 zu berichten."

Agnes Josam
Pressestelle SPD-Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg
Tel.: (040) 428 31 - 1386
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