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Förderprogramm Praxis und Schule (PuSch)

Wiesbaden, 15. Dezember 2014
 
Förderprogramm Praxis und Schule (PuSch)
Hugo Klein: „Förderprogramm optimiert Präventionsmaßnahmen zur Verringerung der Schulabbrecher“ -
„Hessischer Erfolgsweg der besonderen Förderung abschlussgefährdeter und schulmüder Jugendlicher wird unter neuem Namen fortgesetzt“
 

„Mit einem fundierten Konzept zur besonderen Förderung und Unterstützung leistungsschwächerer und abschlussgefährdeter Schülerinnen und Schüler hat die Hessische Landesregierung die EU-Kommission in Brüssel auch für die zum ko mmenden Schuljahr neu einsetzende Förderperiode des Europäischen Sozialfonds überzeugen und wieder eine entsprechende Förderzusage erlangen können. Die unter dem Projektnamen ‚Praxis und Schule‘ (PuSch) firmierende Fördermaßnahme wird sich dabei in der guten Tradition der SchuB-Klassen vor allem auf Jugendliche mit Leistungs- und Lernschwächen konzentrieren und die bewährten Kernelemente wie kleine Lerngruppen, projektorientierten Unterricht, Praxistage in Betrieben und die sozialpädagogische Begleitung umfassen“, kommentierte der Sprecher für berufliche Bildung, Hugo Klein, die heutige Mitteilung des Hessischen Kultusministeriums über die Genehmigung des Förderprogramms ‚Praxis und Schule‘ (PuSch) für abschlussgefährdete Jugendliche durch die EU-Kommission.

„Bereits im Schuljahr 2004/05 waren von der Landesregierung mit der Initiative ‚Schule und Betrieb‘ (SchuB) erstmals Projektklassen für besonders förderbedürftige Schülerinnen und Schüler eingerichtet worden, die durch sozialpädagogische Begleitung und eine Kombination aus Unterricht und Praxis die Jugendlichen zurück auf die Erfolgsspur gebracht haben. Dass an den gegenwärtig 55 SchuB-Standorten in Hauptschulbildungsgängen und 26 Standorten an Förderschulen die jährlich rund 2.300 Schülerinnen und Schüler in rund 90 Prozent aller Fälle erfolgreich zu einem Schulabschluss geführt werden konnten und rund ein Drittel von ihnen bereits während der laufenden Maßnahme eine verbindliche Zusage für einen Ausbildungsplatz erhalten hat, zeugt dabei von dem Erfolgscharakter dieses bundesweit beachteten hessischen Weges. Auch nach dem Auslaufen der ESF-Förderperiode im vergangenen Jahr hat die Landesregierung zur Gewährleistung einer lückenlosen Fortsetzung der Initiative und eines geordneten Übergangs zwischen den beiden ESF-Förderperioden im laufenden Schuljahr in den 8. Klassen entsprechende Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug eingerichtet, die sowohl die niedrigeren Klassenhöchstgrenzen als auch die erhöhte Lehrerstellenzuweisung beinhalten. Die erfolgreiche Beantragung des Folgeprojektes ‚PuSch‘, das trotz der Kürzung der europäischen Gelder auf ein Fördervolumen von 18,6 Millionen Euro mit Hilfe von Landesmitteln auf dem bisherigen Niveau gehalten und sukzessive weiter ausgebaut wird, trägt auch künftig maßgeblich dazu bei, den besonders förderbedürftigen Jugendlichen wieder zu Selbstbewusstsein und neuer Motivation zu verhelfen und ihnen durch die Ausschöpfung ihrer Potentiale die erforderliche Ausbildungsreife und damit eine berufliche und persönliche Lebensperspektive zu eröffnen“, erklärte Klein.

„Durch die gezielte Schwerpunktsetzung der hessischen Landesregierung konnte die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss (bezogen auf alle Schulentlassenen aus allgemeinbildenden Schulen) in Hessen in den zurückliegenden zehn Jahren bereits um rund zwei Drittel auf 2,6 Prozent gesenkt werden. Auch an der fortwährenden Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit haben die Fördermaßnahmen aufgrund der hohen Vermittlungsquote junger Menschen in ein Ausbildungsverhältnis einen beträchtlichen Anteil. Mit der Umsetzung des PuSch-Programmes setzt die Landesregierung aber auch weiterhin einen gezielten Schwerpunkt in der Stärkung der Bildungsgänge jenseits des Gymnasiums. Insbesondere der Hauptschul-Bildungsgang als Grundlage einer anschließenden dualen Ausbildung sind dabei wesentliche Voraussetzungen, um dem Fachkräftemangel in Deutschland wirkungsvoll zu begegnen und praktisch veranlagten jungen Menschen auch weiterhin ausgezeich nete Karrieremöglichkeiten in den Handwerks- und Industriebetrieben zu ermöglichen“, so Klein.

Redaktion

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