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Ministerin Hinz sieht kein Grün in Biblis

Ministerin Hinz sieht kein Grün in Biblis

Anlässlich der Informationsveranstaltung der Grünen in Groß-Gerau bei der Umweltministerin Priska Hinz sich zum Rückbau des Atomkraftwerkes Biblis äußerte, erklärt Janine Wissler, 
Fraktionsvorsitzende und energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Jahrzehnte lang hat RWE, der Betreiber des Atomkraftwerkes Biblis, Gewinne eingefahren – doch bei der Frage des Rückbaus wird klar: RWE sucht die kostengünstigste Lösung. Der zu beseitigende Industrieschrott beläuft sich mittlerweile auf bis zu 500.000 Tonnen. Ministerin Hinz hat im letzten Jahr noch erklärt, die Rückbaukosten seien allein Angelegenheit von RWE und sah keine Veranlassung, genauer nachzufassen. Das ist fahrlässig. 

Es ist schon jetzt klar, dass die zehn Milliarden Euro, die RWE für die Müllentsorgung zur Verfügung hat, nicht ausreichen werden, um alle Atomanlagen des Betreibers abzubauen. 
Um den Abbau des Atomkraftwerkes leisten zu können, will RWE die Außenkuppeln stehen lassen. Die Landschaft bliebe also verbaut.“

Bis 2046 sollen die Castoren in Südhessen verbleiben, danach erlischt die Genehmigung des Zwischenlagers. Die Frage des Endlagers sei jedoch weiterhin – wie seit Jahrzehnten – 
vollkommen ungeklärt. 

„Die deutschen Atomkonzerne müssen die Verantwortung für ihren radioaktiven Müll übernehmen. Und die grüne Umweltministerin muss für Transparenz und Beteiligung der 
Bürgerinnen und Bürger sorgen, so wie es die Grünen vor der Wahl versprochen, aber bis 
heute nicht eingelöst haben.“

Redaktion

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