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Fintech-Sektor in Hessen

„Mit dem Auftritt technologiegetriebener, kleiner Start-Ups wird der Wettbewerb im Finanzbereich intensiver. Ziel der neuen sogenannten Fintechs sind insbesondere leicht zu standardisierende Finanzdienstleistungen, die wenig spezifisches Wissen voraussetzen. Das können einfache Finanzierungslösungen oder digitale Lösungen für den Zahlungsverkehr sein, aber auch das Management von Spar- und Depositeneinlagen. Hier müssen sich etablierte Unternehmen auf sinkende Marktanteile einstellen, wenn es ihnen nicht selbst gelingt, innovative Angebote auf den Markt zu bringen. Als Politik müssen wir ein Interesse daran haben, die Start-Ups als Innovationsmotoren hier in Hessen anzusiedeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Gründern die Verwirklichung ihrer Ideen und Pläne ermöglichen. Daher ist es richtig, dass das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit anderen Akteuren die Initiative ergriffen hat, um den Finanzplatz Frankfurt in das Bewusstsein der Gründerszene zu rücken und zu einem festen Begriff zu machen. Das nun entstehende Gründerzentrum ist hierzu ein erster wichtige Schritt.“ Dies erklärte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und Wirtschaftsexperte der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Clemens Reif, im Rahmen der Plenardebatte über den Finanzplatz Frankfurt als Fintech-Zentrum.

Einer Studie der Wirtschaftsberatung Ernst & Young aus dem März zufolge herrsche derzeit im deutschen Fintech-Sektor Gründerstimmung: So sei 205 die Zahl der jungen Technologie-Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen im vergangenen Jahr um 32 auf 251 angestiegen. Innerhalb Deutschland hätten sich vor allem zwei Regionen als Fintech-Zentren etabliert: Berlin mit derzeit 69 Unternehmen und die Rhein-Main-Neckar-Region mit 58 Unternehmen: „In der Rhein-Main-Region, so die Studie, war das Wachstum hierbei besonders stark. Während im Bundesgebiet insgesamt die Zahl der entsprechenden Unternehmen lediglich um 13 Prozent zunehmen konnte, stieg sie in der Rhein-Main-Neckar-Region sogar um 23 Prozent. Gerade Frankfurt bietet als internationaler Bankenstandort beste Voraussetzung für erfolgreiche neue Geschäftsmodelle. Hinzu kommen forschungsstarken Hochschulen, innovative IT-Firmen und leistungsstarke Internetanbindungen. Diese hervorragenden Ausgangsbedingungen müssen wir mehr als bislang nutzen, um der zentrale deutsche Fintech-Standort zu werden“, forderte Reif.

Redaktion

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