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Die Junge Union Hessen fordert Rente mit 70 ab 2040

Die Junge Union Hessen fordert, die steigende Lebenserwartung bei der Rentenberechnung endlich zu berücksichtigen. In ihrem Rentenkonzept, das auf dem JU-Landesausschuss am 29. Oktober in Frankfurt beschlossen wurde, schlägt die Jugendorganisation vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter bis 2040 auf 70 Jahre anzuheben. Gleichzeitig soll der Renteneinstieg flexibilisiert werden: Menschen, die länger arbeiten möchten, sollen dazu künftig ohne Hindernisse in der Lage sein. „Der kommende Bundestagswahlkampf darf beim Thema Rente nicht erneut in die falsche Richtung gehen. Wir brauchen endlich Generationen­gerechtigkeit in der Rentendebatte“, forderte der JU-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck vor den Delegierten in Frankfurt.

Das Rentenkonzept der Jungen Union sieht außerdem vor, beitragsfremde Leistungen, wie etwa die Mütterrente, künftig aus Steuermitteln zu finanzieren. Durch Freibeträge sollen die Beitragszahler zudem zu einer stärkeren privaten Vorsorge animiert werden. Der Vorschlag des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer, mit einer „Deutschlandrente“ zu einer stärkeren kapitalgedeckten Altersvorsorge zu gelangen, wurde von den Delegierten ausdrücklich begrüßt. Eine sofortige Angleichung der Ost-Renten an das westdeutsche Niveau lehnt die Junge Union Hessen ab.

Neben der Rentenpolitik beschäftige sich der JU-Landesausschuss auch mit den Ergebnissen der Kommunal- und Landtagswahlen in diesem Jahr. „Die Wahlergebnisse der CDU machen uns nicht glücklich“, sagte der JU-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck auf der Tagung. Schlechte Wahlergebnisse müssten eingestanden und nicht schöngeredet werden. Die Junge Union fordert, eine verständlichere und ehrlichere Kommunikation in der Flüchtlingspolitik und fordert CDU und CSU auf, zeitnah wieder einvernehmlicher aufzutreten. „Wir werden die Bundestagswahl nur gewinnen, wenn wir aufeinander zugehen und eine gemeinsame Linie finden“, erklärte Heck. Mit der AfD müsse sich die Union aktiv auseinandersetzen, um deren Wähler für sich zu gewinnen.

Redaktion

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