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Trinkwasserschutz steht bei Entsorgung an oberster Stelle

Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag hat bei der vom Regierungspräsidium Kassel genehmigten weiteren Versenkung von Salzabwässern des Unternehmen K+S der Schutz von Grund- und Trinkwasser oberste Priorität. „Die Genehmigung zur weiteren Versenkung enthält sehr strenge Vorgaben hinsichtlich der zu versenkenden Mengen und der Grenzwerte“, erklärt Sigrid Erfurth, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Durch die Erlaubnis werden die Arbeitsplätze im Kalirevier gesichert, aber K+S wird weiterhin in die Pflicht genommen, zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten zu suchen und umzusetzen. Sie sollen im Zusammenspiel mit den Maßnahmen aus dem Masterplan Salz dafür sorgen, die Versenkung ab 2021 zu beenden und die Salzbelastung in Werra und Weser deutlich zu reduzieren.“

 

Ende 2015 sei dem Unternehmen zunächst eine begrenzte und befristete Übergangserlaubnis zur Entsorgung der Produktionsabwässer erteilt worden, weil das 3-D-Modell zur Beurteilung der Auswirkungen auf Grund- und Trinkwasser noch nicht hinreichend aussagefähig gewesen sei. „Die Genehmigungsbehörde hat nun mit Unterstützung der Fachgutachter anhand des endkalibrierten 3-D-Modells fachlich untermauerte Schlüsse gezogen und eine Entscheidung getroffen“, so Erfurth weiter. Die genehmigte Versenkrate liege weit unter der, die K+S ursprünglich beantragt habe. Damit sei das Unternehmen weiter aufgefordert, nach alternativen Vermeidungs-und Entsorgungswegen zu suchen. Zusätzlich sei die maximale Tagesmenge auf 5000 Kubikmeter gedeckelt worden, so dass die Druckverhältnisse im Untergrund relativ konstant bleiben könnten.

 

Über ein enges Monitoring wird überwacht werden, ob sich Gefahren für Trinkwasserbrunnen ergeben. Wenn nötig, wird die Versenkung sofort beendet. „Gerade an diesen Vorgaben wird deutlich, wie stark die Verantwortung bei K+S liegt und wie eng der Rahmen für das Unternehmen gesteckt ist. Ziel aller Maßnahmen ist es, im Sinne des Gewässerschutzes den Masterplan Salz umzusetzen. Danach muss die Versenkung bis 2021 beendet und bis 2027 der gute ökologische Zustand in der Weser erreicht und in der Werra die Salzbelastung halbiert werden.“

Redaktion

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