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Fleißige Bienenvölker in Stadt und Land sind wichtig für die Artenvielfalt

„Bienen haben einen unersetzbaren Wert für Mensch und Natur“ betonen die GRÜNEN im Landtag anlässlich des heutigen Auftakts der Kampagne ‚Bienenfreundliches Hessen‘ in der Hessischen Staatskanzlei. „Wir müssen alle dafür Sorge tragen, die Lebensbedingungen für Honigbienen und Wildbienen zu verbessern, denn der Großteil unserer Pflanzen ist auf ihre Bestäubung angewiesen, um Früchte zu bilden. Ohne Bienen und die anderen Bestäuber gibt es kein Obst und andere Nahrungsmittel für uns Menschen. Aber auch aus Artenschutzgründen ist es wichtig, die Vielfalt der Bienen- und Hummelarten zu bewahren“, erklärt Ursula Hammann, Sprecherin für Naturschutz der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Deshalb freue ich mich, dass heute 50.000 Bienen auf dem Dach der Staatskanzlei einziehen und von dort aus ihre fleißige Arbeit im Stadtgebiet von Wiesbaden starten. Bienenhaltung im urbanen Raum bringt nicht nur mehr Natur ins städtische Umfeld, sondern sensibilisiert Menschen für den Schutz von Natur und Artenvielfalt.“

Durch den Trend des urbanen Gärtnerns und die vermehrte Ansiedlung von Imkereien im städtischen Raum gebe es seit einigen Jahren wieder einen langsamen, aber stetigen Zuwachs an Bienenbeständen vor allem in den Ballungszentren. Dagegen seien die Zahlen in einigen ländlichen Bereichen nach wie vor rückläufig. „Einer der größten Verursacher für den Rückgang der Wildbienen in den ländlichen Regionen sind die moderne Landwirtschaft mit nur für kurze Zeit blühenden Monokulturen. Außerdem geht die Anzahl an kleinräumigen Landschaftselementen wie Hecken, blühende Wiesen oder auch Streuobst stetig zurück. Dadurch stehen den Insekten weniger Nistmöglichkeiten und alternative Nahrungsquellen zur Verfügung. Aber auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Insektiziden bedroht die Vielfalt von Bienen und anderen Bestäubern. Deshalb ist es auf allen Ebenen wichtig, hier gegenzusteuern.“

Mit den Agrarumweltmaßnahmen würden in Hessen besonders bienenfreundliche Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft gefördert. Dazu zählten die Anlage von Blüh- und Ackerrandstreifen, ein bienengerechter Zwischenfruchtanbau, der Anbau vielfältiger Ackerkulturen, die Pflege von Streuobstwiesen, eine verstärkte Förderung des ökologischen Landbaus sowie die Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten. „Wichtig ist aber auch auf EU-Ebene ein umfassendes Verbot von Insektiziden zum Schutz von Honig- und Wildbienen und anderen Insekten wie den gefährdeten Schlupfwespenarten“, fordert Hammann.

Redaktion

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