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Bund hält 100 Millionen Euro bereit - FDP will förderfähige Projekte

Anlässlich der angekündigten Verlegung der Verkehrszentrale (VZH) Hessen in das House of Logistics and Mobility (HOLM) erklärte Jürgen LENDERS, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag: „Mit der Verlegung der Verkehrszentrale Hessen in das HOLM steigt nicht nur die Auslastung des Hauses auf knapp 100 Prozent, es wird auch die strategische Bedeutung des HOLM als Instrument für die praxisnahe Entwicklung zukünftiger Mobilitätskonzepte unterstrichen.

 

Das HOLM ist eine Erfolgsgeschichte, weil der Grundgedanke, Wirtschaft und Wissenschaft durch gemeinsame Projekte unter einem Dach zu verzahnen, richtig ist. Die großen Herausforderungen stehen uns aber noch bevor. Die Digitalisierung der Mobilität verändert nicht nur, wie wir unterwegs sind, sondern auch wie und wo Waren und Güter bewegt werden und Wertschöpfung entsteht. Die aktuelle IHK-Studie zur hessischen Industrie zeigt deutlich, dass Hessen besser werden muss, wenn das Land nicht weiter zurückfallen soll.“

 

Lenders weiter:

 

„Hessen dümpelt nicht nur beim Wirtschaftswachstum im letzten Tabellendrittel herum, Hessen hat auch beim Europäischen Innovationsindex wertvolle Plätze verloren und ist in den letzten zwei Jahren von Platz sieben auf Platz zehn abgerutscht. Diesen Negativtrend wollen wir stoppen, indem wir Hessen als Innovationsführer in den Bereichen Verkehr und Logistik positionieren. Neue Telematiksysteme, Car-to-Car-Communcation, den Mobilfunkstandard 5G und die intelligente Straße der Zukunft wollen wir zuerst in Hessen erproben und in Betrieb nehmen. Dazu brauchen wir das HOLM als strategisches Instrument, um neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle zu etablieren. Wir wollen die enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft auch nutzen, um Startups und Gründer gezielt nach Hessen zu holen.

 

Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, sich um die Förderung von Pilotprojekten, beispielsweise im Bereich „ÖPNV und autonomes Fahren“ zu bemühen. Der Bund hält 100 Millionen Euro an Fördergeldern für die Entwicklung des autonomen Fahrens bereit. Kürzlich haben zwei Projekte aus Berlin und Dresden das Rennen gemacht und fast 9 Millionen Euro an Land gezogen. Hessen darf bei diesem Zukunftsthema nicht weiter zurückfallen. Mit Diskussionen über Fahrverbote und Radschnellwege, wie sie Herr Al-Wazir und Frau Hinz führen, werden wir jedenfalls nicht Innovationsführer im Bereich der Mobilität.“

Redaktion

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