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Düstere Aussichten zu Schuljahresbeginn: Jahrelange Untätigkeit rächt sich

Anlässlich des beginnenden neuen Schuljahrs und den nach wie vor vorhandenen Problemen an hessischen Schulen erklärt Gabi Faulhaber, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 

„Auch wenn der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) vor Problemen gerne die Augen verschließt, so sind diese für die Lehrkräfte und die Schülerschaft doch spürbar. In den vergangenen Monaten haben sich viele Lehrerinnen und Lehrer mit Überlastungsanzeigen an ihren obersten Dienstherren gewandt – und wurden genauso ignoriert wie ihre Beweggründe. Die Belastungen für Lehrerinnen und Lehrer sind nach wie vor sehr hoch! Es ist dringend notwendig, nicht nur Lehrerstellen zu schaffen, sondern vor allem die Schulsozialarbeit massiv auszubauen und viel mehr Schulpsychologinnen und Schulpsychologen einzustellen“,  so Faulhaber.

 

Zudem sei es keineswegs so, dass sich der Lehrermangel nur als kleines Problem darstelle. Im Förderschulbereich unterrichteten beinahe 25 Prozent der Lehrkräfte ohne entsprechende Qualifikation. Auch sei nicht mehr bestreitbar, dass die neu geschaffenen Stellen nicht mit ‚echten‘ Lehrerinnen und Lehrern zu besetzen seien. Dies beträfe vor allem den Grundschulbereich. Und trotzdem vermisse man Bemühungen, gerade diesen Berufszweig attraktiver zu gestalten. A13 für alle Lehrerinnen und Lehrer sei eine notwendige und berechtigte Forderung, die DIE LINKE vehement unterstütze.

 

Faulhaber: „Jahrelang hat man die Hände in den Schoß gelegt und Kürzungen im Lehrerbereich mit einer angeblichen ‚demografischen Rendite‘ gerechtfertigt. Dass diese gar nicht existiert, wollte man der Opposition nie glauben. Nun steht man ratlos vor wachsenden Schülerzahlen und unbesetzten Stellen. Auch eine Novellierung der Lehrerbildung blieb trotz drängender Forderungen aus. Genau das rächt sich jetzt. Welche Folgen eine solche Ignoranz hat, sieht man sehr deutlich an der schulischen Inklusion. Seit drei Jahrzehnten betreibt das Kultusministerium hier Hessen Stückwerk. Gute Ansätze, wie der gemeinsame Unterricht, sind dem Ressourcenvorbehalt geopfert worden. Die rote Laterne im bundesweiten Vergleich der inklusiv beschulten Kinder konnte Hessen bisher nicht abgeben. Wie auch? Jahr für Jahr werden Stellen gestrichen. Man wirft Nebelkerzen – so zum Beispiel mit der Einführung der inklusiven Schulbündnisse. Das alles hat rein gar nichts mit einem Ausbau einer inklusiven Schullandschaft zu tun! Nach wie vor sind nicht einmal ein Prozent aller Grundschulen echte Ganztagsgrundschulen in Hessen. Und leider ändert sich auch zu diesem Schuljahresbeginn wieder nichts daran.“

Redaktion

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