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Zukunft liegt in regionaler, bäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft

Für die GRÜNEN im Landtag ist die regionale, bäuerliche und ökologische Landwirtschaft klar besser für Natur, Mensch und die Region. „Die industrielle, hochspezialisierte Produktion von Nahrungsmitteln führt zu Problemen wie einem Verlust an Artenvielfalt, Bienensterben oder auch zu Lebensmittelskandalen wie Fipronil in Eiern, wo mit krimineller Energie von einem Dienstleistungsunternehmen dieses für die Nutztierhaltung verbotene Gift zur Stalldesinfektion verwendet wurde. Zudem leiden Landwirtinnen und Landwirte unter diesem System des Landbaus, weil sie keine fairen Preise für ihre Produkte bekommen“, erklärt Martina Feldmayer, landwirtschaftliche Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in der Aktuellen Stunde im Plenum. „Aus diesem Grund haben wir in Hessen eine neue Richtung eingeschlagen, die die ökologische, ressourcenschonende und regionale Landwirtschaft fördert. Denn Landwirtschaft und gesunde Umwelt bedingen einander gegenseitig.“

 

„Die GRÜNE Landwirtschaftsministerin Priska Hinz hat einen Ökoaktionsplan auf den Weg gebracht, der bereits Früchte trägt. Seit Start des Plans sind 300 neue Ökobetriebe dazugekommen. Die Fläche, die in Hessen ökologisch bewirtschaftet wird, ist um rund 17.000 auf 95.000 Hektar angewachsen. Damit ist Hessen führend beim Ökolandbau im Vergleich mit anderen Bundesländern. Mit einer verlässlichen Förderung, guter Beratung und stabiler Planungssicherheit für die Biobetriebe wollen wir die ökologische Landwirtschaft weiter voranbringen. Man sieht, es lohnt sich in Hessen Biobäuerin oder Biobauer zu werden“, betont Feldmayer.

 

„Im Wetteraukreis, einer von drei Modellregionen für den Biolandbau, sieht man besonders gut, was sich in Hessen in Sachen ökologische- und nachhaltige Landwirtschaft tut. Selbst in der ‚goldenen Wetterau‘, wo die Böden so fruchtbar sind und es daher wenig Anreiz gibt, ökologisch zu wirtschaften, hat sich etwas getan. Kampagnen wie ‚In der Wetterau rennt die Biosau‘, Umweltarbeit auf Biohöfen, die Vernetzung aller Akteure vom Bauernhof über Verarbeiter, Vertrieb bis zum Verbraucher und letztendlich der Zuwachs an Biobetrieben von 37 auf 47 in knapp zwei Jahren im Wetteraukreis zeigt, es funktioniert. Wenn man es in der Wetterau schafft, kann man es zu recht überall in Hessen schaffen.“

 

„Wir alle wissen wie wichtig die Bestäubungsleistung der Bienen und anderer Insekten ist. Rund 80 Prozent aller Bestäubungspflanzen benötigen sie, um Früchte auszubilden. Deshalb hat Hessen eine Bienenkampagne  ausgerufen, wo Imkerinnen und Imker, Landwirtinnen und Landwirte, Bürgerinnen und Bürger mitmachen können. Nach Auskunft des Hessischen Bauernverbandes haben sich bereits 150 zusätzliche Betriebe gefunden, die freiwillig zusätzliche Blühstreifen anlegen“, so Feldmayer. „Aber auch die Unterstützung und Förderung der regionalen Landwirtschaft in Hessen ist wichtig. Das geschieht unter anderem mit der Marketinggesellschaft ‚Gutes aus Hessen‘ oder mit dem Bio Siegel Hessen. Hier werden Erzeuger und Verbraucher zusammengebracht. Das ist auch wichtig in Zeiten solcher Lebensmittelskandale wie mit den Fipronil-Eiern, denn die Nachfrage nach regionalen Eiern ist dadurch jetzt riesig. Und das ist letztlich gut für die Region und die Umwelt, da die Wertschöpfung vor Ort stattfindet.“

Redaktion

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