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Grenzwerte für Glyphosat an vielen hessischen Grundwasser-Messstellen überschritten

Zu den Ergebnissen der Kleinen Anfrage ‚Glyphosateinsatz und Alternativen in Hessen‘ (Drs. 19/5474erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 

 

Zwischen 2013 und 2017 wurde in 1.480 Grundwasserproben aus rund 500 Grundwasser-Messstellen in Hessen der Grenzwert für Glyphosat überschritten. Das müsste Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) zum Handeln zwingen. Aber noch nicht einmal auf landeseigenen Ackerflächen sowie den hessischen Staatsweingütern, in deren Aufsichtsrat die Umweltministerin sitzt, wird auf Glyphosat und andere umweltschädliche Agrochemikalien verzichtet.“

 

Seit langem könne Glyphosat und sein giftiges Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) in Oberflächengewässern und vielen Organismen - einschließlich uns Menschen - nachgewiesen werden, so Schott. Dass aber der Grenzwert der Trinkwasserverordnung an vielen hessischen Grundwasser-Messstellen überschritten werde, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN hervorgehe, sei neu.

 

Schott: „Der Einsatz des Biodiversitätskillers und gesundheitsschädlichen Glyphosats sowie anderer umweltschädlicher Agrochemikalien muss beendet werden. Wir zerstören damit die Fruchtbarkeit unserer Böden und vergiften unsere Umwelt und uns selbst.

Es reicht nicht, den Einsatz von Glyphosat für Haus- und Kleingärten zu verbieten, wie es die Bundesagrarministerin Julia Klöckner vorschlägt oder wie in Hessen für öffentliche Grünflächen einzuschränken. Der beste Gewässer- aber auch Klima- und Biodiversitätsschutz ist eine flächendeckende Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf ökologische Anbauverfahren. Es ist völlig unverständlich, warum das auf den 42 Domänen des Landes Hessen mit insgesamt 6.334 Hektar Anbaufläche nicht schon längst geschehen ist.“

 

Redaktion

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