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Bundesweite Lehrerknappheit stellt auch Hessen vor Herausforderungen

„Weder geht die bundesweite Lehrerknappheit spurlos an Hessen vorbei. Noch ist es gerechtfertigt, unsere Schulen in Grund und Boden zu reden, wie es die Opposition tut. Die Lehrerversorgung in Hessen ist bundesweit beispielhaft und dennoch gibt es teilweise Engpässe, alle Lehrerstellen sofort mit den richtigen Personen besetzen zu können“, so der bildungspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mathias Wagner, in der heutigen Landtagsdebatte. In Hessen stünden den Schulen über die Grundunterrichtsversorgung hinaus die 105%-Lehrerversorgung, die Lehrerzuweisung nach Sozialindex und im Laufe dieses Jahren 700 Sozialpädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung. Eine solche Unterstützung sei den Schulen in anderen Bundesländern völlig unbekannt. So sei es beispielsweise in Rheinland-Pfalz das Ziel, überhaupt erst den Grundunterricht zu 100 Prozent abzudecken.

 

„Hessen muss sich im Vergleich mit anderen Bundesländern nicht verstecken – ganz im Gegenteil. Aber natürlich ist auch Hessen von der bundesweiten Lehrerknappheit betroffen. Insbesondere an den Grund- und Förderschulen sowie bei einigen Fächerkombinationen fehlt manchmal die passende Lehrkraft für die vorhandene Stelle“, erläutert Wagner. Aber auch bei der Bewältigung des Lehrermangels sei die Situation in Hessen deutlich besser als in anderen Bundesländern. Beispielsweise schreibe die FAZ in ihrer Ausgabe vom 31. März 2018 über die Situation in Thüringen: „In Thüringen herrscht so extremer Lehrermangel, dass die Schüler in mehr als 600 Klassen in einzelnen Fächern in ihren Halbjahreszeugnissen keine Noten bekommen konnten.“

 

Es helfe den Schulen nichts, den bundesweiten Lehrermangel zu beklagen, man müsse etwas dagegen tun. Deshalb seien in Hessen bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, unter anderem: Quereinsteigenprogramm ins Grundschullehramt; Aufstockung der Studienplätze; Bitte an Teilzeitkräfte und angehende Pensionäre, länger zu arbeiten. Unredlich werde die Argumentation der Opposition, wenn sie den Eindruck erwecke, auf kurzfristige Erkrankungen könne immer und sofort mit einem vollwertigen Vertretungsunterricht reagiert werden: „Das hat bislang bundesweit noch niemand hinbekommen und noch nicht einmal jemand versprochen.“

Redaktion

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