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Dass Armut ein ernsthaftes Problem in Hessen ist, hat der Landessozialbericht gezeigt

Unter dem Motto #gemeinsamgegenarmut hat die Liga für freie Wohlfahrtspflege konkrete Forderungen an die künftige hessische Landesregierung zur Bekämpfung von Armut formuliert. Dazu erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„Dass Armut ein ernsthaftes Problem in Hessen ist, hat der Landessozialbericht gezeigt. Erfreulich ist, dass sich die Liga der freien Wohlfahrtspflege und damit viele bedeutende Verbände und Einrichtungen in Hessen der Bekämpfung von Armut annehmen und gewichtige Forderungen an die neue Landesregierung stellen. DIE LINKE unterstützt diese Vorschläge. Eine wesentliche Forderung ist für uns, dass Menschen mit wenig Geld nicht die Schuld an ihrer Situation zugewiesen wird. Die Liga fordert von der neuen Landesregierung, dass soziale Ungleichheit gestoppt, der Mindestlohn erhöht und Vermögende stärker zur Finanzierung der gesellschaftlichen Aufgaben herangezogen werden.“ 

Spezielle Programme gegen Kinder-, Familien- und Altersarmut hat DIE LINKE bereits im Landtag gefordert. Die Erhöhung des Regelsatzes und eine Kindergrundsicherung sollte die neue Landesregierung direkt nach der Wahl im Bundesrat auf die Tagesordnung setzen. Gebührenfreie Bildung und existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse werden von der LINKEN ebenfalls unterstützt. Dass allerdings die sachgrundlosen Befristungen im Rahmen des Landesdienstes nur um ein Viertel reduziert werden sollen, ist nicht ausreichend. Sachgrundlose Befristung ist grundsätzlich abzuschaffen. 


Schott: „Ein Grund für Armut sind auch die hohen Mieten. Deshalb stehen wir hinter den Forderungen der Liga, dass bei der Schaffung von neuem Wohnraum 40 Prozent als sozialer Wohnungsbau ausgewiesen werden soll. Die Landesregierung muss ihre Anstrengungen für bezahlbaren Wohnraum erheblich ausbauen. “

Redaktion

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