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Schere zwischen Arm und Reich darf nicht immer weiter auseinander gehen

In Hessen leben immer mehr Superreiche. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamts hervor – siehe  HR-Bericht ‚Immer mehr Großverdiener: Hessens Superreiche leben nicht im Rhein-MainGebiet.‘ Dazu erklärt Jan Schalauske, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 

 

„Laut Statistischem Landesamt, das auf Basis der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik aus dem Jahr 2014 Daten veröffentlicht hat, ist die Zahl der Einkommensmillionäre in Hessen deutlich angestiegen. Demnach nahm die Zahl derer, die eine Million und mehr pro Jahr an Einkommen haben, um fast 13 Prozent auf 1.624 Personen zu.“

 

 

Der Gesamtbetrag ihrer Einkünfte habe sich gar um 30,8 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro erhöht, so Schalauske. Überraschendes Ergebnis: Die Reichsten unter den Reichen wohnten nicht etwa im Rhein-Main-Gebiet, wie zu erwarten gewesen sei, sondern im Regierungsbezirk Gießen. Beachtlicher sei jedoch der deutliche Anstieg insgesamt.

 

 

Schalauske: „Es ist Ausdruck einer schlimmen Fehlentwicklung, wenn auf der einen Seite die Superreichen immer reicher werden, gleichzeitig die Zahl armer Kinder und Familien aber zunimmt. Wann endlich wird eine Politik beendet, die hohe Einkommen, große Vermögen und Konzerne entlastet und die Zunahme von Armut - in einem reichen Land - tatenlos hinnimmt bzw. diese himmelsschreiende Ungerechtigkeit noch befördert?

 

DIE LINKE fordert die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die es weltweit in fast allen Ländern gibt, nur nicht in Deutschland. Mit einer moderaten Vermögensbesteuerung von einem Prozent auf Vermögen von über 500.000 Euro würde Hessen jährliche Mehreinnahmen nach Länderfinanzausgleich von etwa 1,5 Milliarden Euro erhalten. Mehr Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung und Wohnen sind überfällig. An der Bereitschaft, das Geld da zu holen, wo es im Überfluss vorhanden ist und in grotesker Weise weiter angehäuft wird, mangelt es leider. DIE LINKE wird die wachsende Schere zwischen Arm und Reich auch im Landtagswahlkampf zum Thema machen und sich für eine gerechtere Besteuerung der Superreichen einsetzen.“

 

Redaktion

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