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Fußballfans gehören ins Stadion und nicht in den Knast

Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) fordert eine deutliche Strafverschärfung beim Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien. Auf der Sportministerkonferenz in St. Wendel setzt er sich demnach dafür ein, dass der Einsatz von Pyrotechnik  nach dem Sprengstoffgesetz behandelt und mit mindestens einem Jahr Haft geahndet werden soll. Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 

 

„Innenminister Peter Beuth ist jedes Maß verloren gegangen. Offenbar versucht er sich nach einer Landtagswahl, in der die CDU drastische Verluste zu verzeichnen hat, nun noch stärker als rechter Low-and-Order-Mann zu präsentieren. Statt härterer Strafandrohungen und einer immer repressiveren Politik braucht es aber einen Dialog mit den Fans und neue Wege im Umgang mit Pyrotechnik.“

 

 

DIE LINKE schlage einen Blick über den Tellerrand vor, so Schaus. Statt gegen die Fans sollte man mit den Fans nach Lösungen suchen. In Dänemark sei mittlerweile sogenannte kalte Pyrotechnik im Stadion legal, in Schweden, den USA und Israel werde nach Wegen gesucht, den Einsatz von Pyrotechnik unter bestimmten Regeln zu ermöglichen und in Bremen prüfe man ein ähnliches Vorgehen.

 

 

„Fußballfans gehören ins Stadion und nicht in den Knast. Hessen sollte sich dafür einsetzen, weitere Modelle für den Umgang mit Pyrotechnik zu suchen, statt mit populistischen, völlig überzogenen  Forderungen einen Teil der Fans zu kriminalisieren. Im Übrigen wäre es angesagt, wenn der Innenminister stärker als bisher Fan-Projekte gegen Rechts unterstützen und sich an die Seite des hier vorbildlich agierenden Präsidenten von Eintracht  Frankfurt, Peter Fischer, stellen würde.

Redaktion

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