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Bildung, Forschung und Entwicklung haben im Chancenland Hessen Vorfahrt

Im Rahmen einer Sommerbereisung besuchten die dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtages angehörenden Mitglieder der CDU-Fraktion mehrere Kultur- und Forschungseinrichtungen in Südhessen. Dabei wurden einmal mehr die breite Forschungslandschaft wie auch die vielfältige Kunst- und Kulturszene in Hessen deutlich. Nach Abschluss der Bereisung sagte der zuständige Sprecher der Fraktion, Andreas Hofmeister:

„Hessen ist ein Land mit einzigartigen Traditionen und kunsthistorischen Schätzen, ein vielfältiger Standort, sowohl für die Wissenschaft wie auch für die Kunst. Die CDU-geführte Landesregierung hat dies in den vergangenen Jahren immer wieder unterstützt – es sind erfolgreiche Anstöße und Impulse, die sich mittel- und langfristig auszahlen. Dass Hessen zum Beispiel heute in wichtigen Zukunftsbereichen zu den führenden Ländern zählt, ist auch Ergebnis einer konsequenten Forschungspolitik der CDU-geführten Landesregierung.

Dies wurde besonders deutlich im Rahmen eines Besuches am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt. Dort standen u. a. der Dekan des Fachbereiches, Stefan Roth, für ein intensives Gespräch über die Stellung Hessens in der Forschung zur Künstlichen Intelligenz sowie die anstehenden Herausforderungen für den Forschungsstandort Hessen zur Verfügung. Um die Vorhaben des Koalitionsvertrages in diesem Bereich umzusetzen und die Position unseres Landes im bundesweiten Vergleich auszubauen, werden wir unsere Anstrengungen deutlich verstärken müssen. Eine leistungsfähige Infrastruktur haben wir mit Darmstadt als einem der führenden Standorte für die IT-Sicherheitsforschung unzweifelhaft.

Eine der herausragenden Forschungseinrichtungen des Bundes, das Paul-Ehrlich-Institutin Langen, war ebenfalls ein Anlaufpunkt der Abgeordneten. Es widmet sich als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel unter anderem der Prüfung und Bewertung von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln mit dem Ziel, ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Mittel, die auf dem deutschen und europäischen Markt verfügbar sind, zu sichern. Dazu gehören, erläuterte dessen Präsident Klaus Cichutek, auch die Genehmigung klinischer Prüfungen und die unabhängige staatliche experimentelle Chargenprüfung und Chargenfreigabe. Das Institut ist auch in die hessischen Strukturen eingebunden. Im neuen LOEWE-Zentrum DRUID, das sich mit der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien gegen vernachlässigte tropische Infektionskrankheiten beschäftigt und durch das Land mit 19 Millionen Euro gefördert wird, ist das Paul-Ehrlich-Institut ein wichtiger und unverzichtbarer Partner der gemeinsamen Anstrengungen der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. und der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Eine wesentliche Aufgabe von Holocaustforschung ist die Arbeit wider das Vergessen, das Verdrängen und die Wiederholung. Nur wer aus diesem Kapitel der Geschichte gelernt hat, ist fähig, im demokratischen Deutschland Verantwortung zu übernehmen. Dem stellt sich auch das Fritz Bauer Institut und der neue Lehrstuhl an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. Für diese Arbeit konnte mit Sybille Steinbacher eine renommierte und geachtete Forscherin gewonnen werden. Die Direktorin skizzierte in dem intensiven Gespräch die wichtigsten Schwerpunkte der derzeitigen Arbeit des Institutes, die weit über die Pflege des Archivs von Fritz Bauer hinausgeht. Es will insgesamt zu einem besseren Verständnis der nationalsozialistischen Verbrechen und deren Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart beitragen.

Hessen birgt auch einzigartige Traditionen und bedeutende kunst- und kulturhistorischen Schätze. Dazu gehören die Landesmuseen und Staatstheater, aber auch private Museen, Kulturveranstaltungen und Bibliotheken. In den ländlichen Regionen trägt häufig ein enormes ehrenamtliches Engagement die Veranstaltungen und Einrichtungen und sorgt für kulturelle Begegnungen. 

Das Hessische Staatstheater in Wiesbaden ist eines der meistbesuchten Theater in Deutschland. Der geschäftsführende Direktor des Hauses, Bernd Fülle, stellte im Dialog nicht nur die Stellung des Hauses im hessischen und deutschen Vergleich dar, sondern beschrieb eingehend auch den in den vergangenen Jahren entstandenen Sanierungsbedarf, der unter anderem den Brandschutz betrifft. Mit Blick auf die weiteren Staatstheater in Kassel und Darmstadt begrüßen wir es daher ausdrücklich, dass sich die CDU und Bündnis 90/Die Grünen darauf verständigt haben, Sanierungs- und Umbaumaßnahmen gemeinsam mit den Sitzstädten verwirklichen zu wollen.

Das Land Hessen hat im April dieses Jahres den Kaufvertrag für Grundstücke am Hafen in Offenbach abgeschlossen, die für den Neubau der Hochschule für Gestaltung (HfG)benötigt werden. Über das Hochschulbauprogramm HEUREKA II des Landes werden hierfür 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit ist der dringend benötigte Ausbau der Einrichtung einen wichtigen Schritt näher gerückt. Das ist ein klares Bekenntnis zu Offenbach als Kreativ- und Designstadt wie auch als Wirtschaftsstandort. Es freut mich, dass sich der Präsident der HfG, Bernd Kracke, bei seinem Rundgang am bisherigen Standort zuversichtlich gezeigt hat, dass das neue Gebäude bereits 2024 bezogen werden könne. Damit wird die wichtige Arbeit der Hochschule mit den Studierenden in den Bereichen Kunst und Design mit einem stark verbesserten Raumkonzept für Forschung und Lehre dauerhaft gesichert und gestärkt. 

Dass Kunst und ehrenamtliches Engagement stark verbunden und ein Stück weit aufeinander angewiesen sind, haben uns schließlich der Besuch von Büchnerbühne und Büchnerhaus im südhessischen Riedstadt-Goddelau sowie der Austausch mit dem Bürgermeister der Stadt und 1. Vorsitzenden des Fördervereines, Marcus Kretschmann, dem Leiter der Büchnerbühne, Christian Suhr, sowie dem Leiter des Büchnerhauses, Peter Brunner, gezeigt. Büchner ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und ist in einem Atemzug mit den großen Dramatikern der Literaturgeschichte zu nennen. Er steht am Beginn der Entwicklung der europäischen Prosa und sein Werk weist über die hessischen und deutschen Grenzen hinaus. Die Dauerausstellung über das Leben und Wirken Büchners wie auch die Darstellungen auf der Bühne wären ohne das starke ehrenamtliche Engagement und die Kommune nicht denkbar. Wir wollen daher vor allem im ländlichen Raum die kulturelle Vernetzung insbesondere von Ehrenamtlichen unterstützen.“

Redaktion

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