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Pressemitteilung zur Besetzung des Dannenröder Walds

Seit vergangenen Montag besetzen Umweltaktivisten und -aktivistinnen den Dannenröder Wald zwischen Dannenrod, Lehrbach und Niederklein. Sie protestieren damit gegen die Rodung von etwa 110 Hektar und wollen verhindern, dass er der Trasse eines Teilstücks der Autobahn 49 zum Opfer fällt. Zur laufenden Besetzung des Waldes erklärt der Kreisvorsitzende Philip Kaufmann: „Wir solidarisieren uns mit den Besetzenden und lehnen den Weiterbau der A49 in Gänze ab. Auch sind wir gegen die Fortführung einer klimaschädigenden und umweltzerstörenden Verkehrspolitik, die hauptsächlich den motorisierten Individualverkehr im Fokus hat.“ Das geplante Teilstück liegt in einem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, das darüber hinaus als wichtiges Trinkwasserschutzgebiet gilt.

Die Kreisvorsitzende Inge Sturm ergänzt: „Nach über 40 Jahren Planung muss der (Weiter-)Bau der A49 endlich beendet werden. Ich selber engagiere mich seit über 20 Jahren im Bündnis gegen die A49. Wir haben als Gesellschaft nun die Pflicht, dem drohenden Klimakollaps eine nachhaltige Entscheidung entgegenzustellen."

Jan Schalauske, Abgeordneter im hessischen Landtag, fügt an: „Der Ausbau der A49 muss für das gesamte Teilstück, mindestens von Schwalmstadt bis ins Ohmtal, gestoppt werden. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet unter einem grünen Verkehrsminister der Weiterbau erfolgt. Auch das neoliberale Konstrukt der Öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) beim Bau der A49 gehört in die Mottenkiste. Selbst der Bundesrechnungshof hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die öffentliche Hand durch ÖPP Geld verschenkt, dass sie besser in eine ÖPNV-Offensive stecken sollte.“

DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf fordere jedoch nicht nur den Ausbaustopp der A49, sondern insgesamt einen Verzicht auf neue Autobahnen. Das Ziel müsse ein flächendeckender Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sein, so dass in den kommenden Jahren Alternativen zum Auto – insbesondere auf dem Land – zur Verfügung stünden. 

Eine nachhaltige sozial-ökologische Verkehrswende sei das Ziel der LINKEN. Es brauche eine Stärkung der Schiene für einen besseren ÖPNV – mit dem Ziel eines Nulltarifs und der Wechsel von der Straße auf die Schiene im Bereich des Güterverkehrs. Erwähnt sei der Vorstoß des Kirchhainer Ortsverbands zur Reaktivierung der Ohmtalbahn und die Diskussion im Kreistag um eine Reaktivierung der Salzbödetalbahn oder das Ziel einer RegioTram in Marburg mit Anbindung in Richtung Gießen.

Redaktion

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