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Rostock-Lichtenhagen und die Ursachen dürfen nicht nur zum Jahrestag ein Thema sein

(LPP) Zum 20. Jahrestag rassistischer Ausschreitungen gegen Migrantinnen und Migranten in Rostock-Lichtenhagen sehen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern darin bestärkt, weiterhin für einen solidarischen und vorurteilsfreien Umgang mit Flüchtlingen einzustehen sowie für eine transparente Integrationspolitik zu streiten.

Dazu sagt Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Das Pogrom von Lichtenhagen wurde möglich, weil es der damaligen Landesregierung wichtiger war, in asylpolitischen Fragen Druck auf die Bundespolitik auszuüben, als ihrer Verantwortung den Flüchtlingen gegenüber gerecht zu werden. Die weite Verbreitung negativer Klischees über Sinti und Roma auch in den Medien hatte zudem eine Stimmung in der Gesellschaft geschaffen, wonach die Asylbewerberinnen  und -bewerber nicht als Menschen in einer Notlage, sondern lediglich als Störung und Belastung wahrgenommen wurden. Ein kritischer Umgang mit rassistischem Gedankengut und eine lebendige multikulturelle Gesellschaft sind meiner Meinung nach entscheidende Voraussetzungen dafür, dass es in Zukunft nicht mehr zu solchen entsetzlichen Ausschreitungen kommen kann. Dafür tragen wir alle - Parteien, Verbände, Initiativen - gemeinsam die Verantwortung."

Kerstin Felgner, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, fordert eine lebendige Gedenkkultur ein: "Die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und ihre Ursachen dürfen nicht nur zum Jahrestag ein Thema sein. Wir müssen uns als Gesellschaft gemeinsam mit der Frage auseinandersetzen, wie wir mit den damaligen Geschehnissen umgehen wollen. Dabei müssen wir gerade auch den Opfern gerecht werden, die endlich einen Gedenkort verdient haben. Die Erinnerung an Lichtenhagen sollte mit einem klaren Bekenntnis zu einer Gesellschaft einhergehen, die offen für alle Menschen ist - egal, in welchem Land sie geboren wurden."

Wera Pretzsch
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