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Wohngelderhöhung fällt für viele Haushalte geringer aus als erwartet

Wohngelderhöhung fällt für viele Haushalte geringer aus als erwartet

 

Zum Inkrafttreten der Reform des Wohngeldgesetzes erklärt die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Regine Lück:

 

„Beim neuen Wohngeld gibt es einen Haken, der insbesondere Bezieherinnen und Bezieher von Wohngeld in M-V trifft und die Wohngelderhöhung geringer ausfallen lässt als in anderen Bundesländern.

 

Ausschließlich in Greifswald wurde die Mietenstufe heraufgesetzt, so dass dort eine deutliche Wohngelderhöhung zu erwarten ist. In 6 von 21 Städten wurde hingegen die Mietenstufe herabgesetzt, darunter auch Rostock, aber auch Anklam, Boizenburg, Parchim, Pasewalk, Waren. Zwei weitere Städte – Sassnitz und Grimmen – sind betroffen, weil sie nicht mehr als Stadt, sondern nun entsprechend der jeweiligen Landkreise eingestuft wurden, die eine niedrigere Mietenstufe haben. 

 

Von sechs Landkreisen ist Nordwestmecklenburg in der Mietenstufe herabgesetzt worden. Zwei weitere Landkreise sind zum Teil betroffen. So gilt jetzt in den Kreisen Rostock und Vorpommern-Greifswald jeweils die Mietenstufe II. Zuvor waren noch die Kreisstrukturen von vor 2011 maßgebend, danach hatte Bad Doberan und Ostvorpommern die Mietenstufe III.

 

Diese Herabsetzung der Mietenstufe hat folgende Auswirkungen, beispielhaft dargestellt für einen Ein-Personen-Haushalt in Rostock: Nach dem alten Wohngeldgesetz wurde bei Mietenstufe V ein Miethöchstbetrag von 385 Euro anerkannt, nach dem neuen Wohngeldgesetz wären es bei Beibehaltung der Mietenstufe V 482 Euro. Da jedoch Rostock nun der Mietenstufe IV zugeordnet wurde, werden nur 434 Euro anerkannt. Damit werden durch die Herabstufung 48 Euro weniger Miete berücksichtigt, obgleich in Rostock die Mieten gestiegen sind und ohnehin oft weit höher liegen als die im Wohngeld berücksichtigten Mietbeträge. Auch in den anderen herabgestuften Städten und Landkreisen sind die Mieten nicht gefallen, sondern allenfalls gleichgeblieben oder gestiegen. Damit wirkt das neue Wohngeld nicht so deutlich wie angekündigt. Die Krux ist, dass es bei 6 Mietenstufen bleibt. Eigentlich hätte man bei Beibehaltung des Systems eine neue Mietenstufe VII einführen müssen. So profitieren in Deutschland vor allem die Metropolen.“

 

Redaktion

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