LandesPressePortal - Aktuelle Politik Nachrichten

Angleichung der Renten ist das eigentliche Problem

Zu der von Prognos im Auftrag der Versicherungswirtschaft vorgelegten Studie zur Kaufkraft der Rente in Deutschland erklärt die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm:

 

„Die Kaufkraft der Rente ist bundesweit abhängig von den regionalen Preisen. Dass München ein teures Pflaster auch für Rentnerinnen und Rentner ist, das verwundert nicht. Auch in M-V gibt es regional unterschiedliche Preisentwicklungen, so zum Beispiel zwischen den großen Städten und den Urlauberregionen und dem platten Land.

 

Entscheidend für niedrigere Verbraucherpreise im Osten Deutschlands und insbesondere in M-V sind die niedrigeren Löhne und Gehälter, die mit staatlichen Transferleistungen bei den Beschäftigten gestützt werden müssen. Dies wird sich künftig massiv auch auf die Höhe der Renten auswirken. Die Altersarmut wird weiter wachsen.

 

Ich hoffe, dass diese Analyse nicht dazu herhalten soll, die berechtigte Forderung nach einheitlicher Rentenbewertung in Ost und West in Abrede zu stellen. Diese ist im Einigungsvertrag zugesichert – aber bis heute warten die  Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland auf Gleichbehandlung. In diesem Zusammenhang klingt die Aussage des sozialpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Jörg Heydorn, wie Hohn, dass seine Partei sich schon jahrelang für die Angleichung einsetzt. Wer regiert denn seit Jahren im Bund und in M-V?

 

Die Kritik von uns und vielen Sozialverbänden seit Jahren, dass die Bundesregierung darauf wartet, dass sich das Problem von allein erledigt, wird zunehmend bittere Realität.“

 

Redaktion

Das LandesPressePortal (LPP) ist ein unabhängiges Presseportal für Parteien, Fraktionen und Ministerien in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Presse-Meldungen auf dem LandesPressePortal zu veröffentlichen, senden Sie diese per Email (ggf. als Word-Dokument -Bitte kein PDF- und eventuell einem Bild im JPEG-Format mit mind. 1000 x 600 Pixel) an redaktion@landespresseportal.de. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Presse-Meldungen auf dem LPP kostenlos. Die Redaktion bzw. der Seiteninhaber distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen veröffentlichten Video- & Presse-Meldungen und den Ton-, Bild- & Logo-Rechten. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion bzw. der Seitenbetreiber.

 

 

Weitere Videos der Redaktion

Ähnliche Artikel

  • Für Bayerns Rentnerinnen fällt die Bescherung bescheiden aus
    Rentenzahlungen reichen für viele Frauen nicht zum Leben – Bayernweit beziehen Frauen fast 500 Euro weniger Rente als Männer Besorgt reagiert die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller auf die neuesten Zahlen des Bayerischen Sozialministeriums, wonach Frauen in Bayern lediglich 57 Prozent der Durchschnittsrente von Männern erhalten. Landesweit sind das im Mittel…
  • Nichtzulassung der Aktuellen Stunde zum Thema Rente ist falsch
    Der Präsident des Landtags NRW, André Kuper, hat heute den Antrag der SPD-Landtagsfraktion auf eine Aktuelle Stunde „Klares Bekenntnis gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters“ abgelehnt. Dazu erklärt Marc Herter, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion: „Diese Entscheidung ist für uns unverständlich, wir halten sie für falsch. Große Teile der CDU und CSU…
  • Die Junge Union Hessen fordert Rente mit 70 ab 2040
    Die Junge Union Hessen fordert, die steigende Lebenserwartung bei der Rentenberechnung endlich zu berücksichtigen. In ihrem Rentenkonzept, das auf dem JU-Landesausschuss am 29. Oktober in Frankfurt beschlossen wurde, schlägt die Jugendorganisation vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter bis 2040 auf 70 Jahre anzuheben. Gleichzeitig soll der Renteneinstieg flexibilisiert werden: Menschen, die länger…
  • Die Rente muss wieder vor Armut im Alter schützen
    Immer mehr Menschen sind von Altersarmut betroffen oder bedroht. Selbst die Bundesregierung hat gestern darauf hingewiesen. Dennoch wird das Rentenniveau immer weiter abgesenkt. Gerade in Hamburg ist eine wachsende Zahl von Senior_innen arm, denn hier sind die Lebenshaltungskosten besonders hoch. „Hamburg ist eine der reichsten Städte in Europa und gleichzeitig…
  • Sichere Rente braucht gute Arbeitsbedingungen
    Zur Debatte über die Erhöhung des Renteneintrittsalters erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Mitglied im Landesvorstand, Serpil Midyatli:   „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man angesichts der aktuellen Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nachdenken kann. Der DGB-Vorsitzende Uwe Polkaehn hat ganz Recht: Wir dürfen…
  • Problematische Baustellen im Bereich Rente
    „Die zum 1. Juli anstehende Rentenerhöhung, die in diesem Jahr so hoch ausfällt wie lange nicht mehr, ist zwar für die Betroffenen nicht schlecht, ändert aber an vielen problematischen Baustellen im Bereich Rente, die längst hätten angegangen werden müssen, leider nichts. Das fängt schon damit an, dass viele Rentnerinnen und…
  • Rente – nicht nur Wahlkampfthema
    Anlässlich der Pläne der CDU/CSU, das Thema Rente für den Bundestagswahlkampf 2017 in den Fokus zu rücken, erklärt Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion: „Seit vielen Jahren werden die Rentnerinnen und Rentner bei der Rentenanpassung Ost/West vertröstet. Das selbst in der jetzigen Koalition von SPD, CDU und CSU laut Koalitionsvertrag…
  • Rente steigt um bis zu 2,50 Prozent
    Rente steigt um bis zu 2,50 Prozent In Westdeutschland steigt die Rente zum 1. Juli 2015 um 2,10 Prozent. In den neuen Bundesländern steigt sie sogar um 2,50 Prozent. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert in den neuen Ländern nun 92,6 Prozent seines Westwerts (bisher 92,2 Prozent). Dazu erklärt der arbeitsmarkt-…
  • Karl Schiewerling: Gute Aussichten für Rentner
    Karl Schiewerling: Gute Aussichten für Rentner.Deutsche Rentner können sich über ein starkes Plus bei ihrer Rente freuen. Zukunftsfestigkeit der Rente im Blick behalten In Westdeutschland steigt die Rente zum 1. Juli 2015 um 2,10 Prozent, in Ostdeutschland um 2,50 Prozent. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert in Ostdeutschland nun 92,6 Prozent…

Copyright © Landespresseportal.de. Alle Rechte vorbehalten.

Top Desktop version