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Wochenendarbeit in Mecklenburg Vorpommern nimmt zu

„Samstag gehört der Vati mir war gestern. Immer mehr Beschäftigte im Land arbeiten an den Wochenenden. Gleichzeitig steigen die Belastungen am Arbeitsplatz. Damit bleibt letztlich weniger Zeit für Erholung, Familienleben sowie jegliche Form von sozialer Teilhabe, sei es im Chor, im Sport- oder im Kleingartenverein. Ob diese Entwicklung richtig ist, sollte man stärker hinterfragen“, so Henning Foerster arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Linksfraktion.

 

Arbeiteten 2013 noch 149 500 Menschen an Samstagen so stieg deren Zahl 2015 auf 156 200 an. Annähernd jeder vierte Beschäftigte arbeitete im vergangenen Jahr also auch samstags. Nimmt man den Sonntag hinzu, zeigt sich die gleiche Entwicklung. Waren 2013 noch 248 200 Menschen auch regelmäßig am Wochenende an der Arbeit, so stieg die Zahl im Vorjahr auf 260 400 an. Deutlich mehr als jeder dritte Beschäftigte im Land war also an einem oder gar beiden Wochenendtagen berufsbedingt unterwegs.

 

Vor allem die mittleren Jahrgänge sind auch am Wochenende tätig. So waren im Vorjahr 135 600 regelmäßig am Wochenende Beschäftigte jünger als 45 Jahre. Mit 92 000 Beschäftigten folgt ihnen die Gruppe der über 50-jährigen. Wochenendarbeit im Land ist in der Mehrzahl weiblich. So waren 2015 ca. 55,9 Prozent der von Wochenendarbeit betroffenen Beschäftigten Frauen, 44,1 Prozent waren Männer. Am weitesten verbreitet ist Wochenendarbeit im Land derzeit in den Branchen Handel, KfZ, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerwirtschaft.

 

„Ständig steigende Flexibilitätsanforderungen, so auch regelmäßige Wochenendarbeit, haben aber nicht nur Folgen für die Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben oder die Zufriedenheit der Beschäftigten. So zeigen Studien, dass gesundheitliche Risiken steigen, insbesondere dann wenn die Wochenendarbeit auch mit Schicht-, insbesondere Nachdiensten einhergehen. Daher sollte man diese Dienste auf das tatsächlich notwendige Maß begrenzen. Darüber hinaus geht es unabhängig vom Wochentag auch darum, psychische Belastungen zu reduzieren und Arbeitsbedingungen vernünftig auszugestalten. Ein Beitrag dazu wäre die Einführung einer Antistressverordnung“, so Foerster abschließend.

 

Redaktion

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