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Mecklenburg-Vorpommern beherzt zum Radland weiterentwickeln

Zur Ablehnung des Antrags „Radverkehr stärken – Gesamtnetz Radverkehr entwickeln“ erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke:

 

„Die Ablehnung unseres Antrags wird der zunehmenden Bedeutung des Radfahrens nicht gerecht. Das Fahrrad wird immer beliebter, nicht zuletzt gehört Radurlaub zu den wichtigsten Urlaubsarten in M-V. Wir brauchen eine Radoffensive, die personell und finanziell gemeinsam mit dem ADFC und den Tourismusverbänden die hervorragenden Potenziale endlich nutzt und einen deutlichen Schub zum Radland M-V bewirkt. Der Radverkehr muss raus aus dem Nischendasein. Schluss mit der Fokussierung aufs Auto.

 

Auch SPD und CDU wollen ein Gesamtnetz Radverkehr entwickeln. Dafür reicht aber die Fortsetzung des Lückenschlussprogramms hinten und vorne nicht. Zum einen betrifft es nur Radwege an Landstraßen und damit lediglich einen kleinen Teil eines zukünftigen Gesamtnetzes. Die 5 Mio. Euro, die dafür jährlich eingeplant sind, können den Bedarf bei weitem nicht abdecken. Die Kommunen haben oft nicht die Finanzkraft, um die teilweise maroden Strecken zu sanieren und instand zu halten. Es ist unabdingbar, dass Fernradwege und landesbedeutsame Radwege in Landesverantwortung übernommen werden, um die Koordination zu verbessern und Kommunen zu entlasten.

 

Die Landesregierung muss eine Bestands- und Zustandserfassung vornehmen, um zu sehen, wo am dringendsten gehandelt werden muss. So sind die Wege in Teilen unbefestigt, die Nutzer schlingern durch Sand oder Spurrillen, Baumwurzeln und Schlaglöcher machen die Fahrt zum Wagnis. Die Landesregierung muss eineErhaltungsstrategie erarbeiten, ein Modernisierungsprogramm auflegen und dafür die Mittel im kommenden Doppelhaushalt und der mittelfristigen Finanzplanung einplanen.

 

Zu einem Gesamtnetz Radverkehr gehören unbedingt auch eine bessere Verknüpfung mit dem Öffentlichen Personenverkehr sowie der Ausbau der erforderlichen Infrastruktur wie Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen und Ladestationen für E-Bikes. Auf Bundesebene muss die Straßenverkehrsordnung so geändert werden, dass Fahrradschutzstreifen außerorts angebracht werden können.“

Redaktion

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