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Kostensteigerungen in der Kita auffangen - Finanzierung der Kindertagesförderung umstellen

Zu den Antworten der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Darstellung der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in Mecklenburg-Vorpommern“, (Drucksache 7/750) erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion Jacqueline Bernhardt:

 

„Wie aus den Antworten deutlich wird, sind die Platzkosten für die Kinderbetreuung in der Krippe, im Kindergarten und im Hort im Vergleich zum Vorjahr fast in allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes weiter angestiegen. Nach dem aktuellen Finanzierungssystem für die Kindertagesbetreuung werden die steigenden Kosten von den Wohnsitzgemeinden und den Eltern aufgefangen. Ständige Kostenschwankungen und kontinuierlich steigende Elternbeiträge führen zu großen Unsicherheiten und Frust bei den Eltern.

 

Zusätzlich müssen immer mehr Elternbeiträge für Kinder in Haushalten mit geringem Einkommen übernommen werden, was die Landkreise und kreisfreien Städte zusätzlich belastet. Böse Überraschungen bei Eltern, Gemeinden und Kommunen durch Kostensteigerungen darf es nicht mehr geben. Die angekündigte Elternbeitragsentlastung von 50,- Euro ab dem Jahr 2018 bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie wird von den Kostensteigerungen der vergangenen Jahre praktisch aufgefressen.

 

Die Landesregierung muss zukünftig für eine weitaus verlässlichere und auskömmliche Finanzierung der Kindertagesbetreuung in Krippe, Kindergarten und Hort sorgen. Wir fordern eine Umstellung des Finanzierungssystems der Kindertagesbetreuung in M-V, bei dem das Land deutlich mehr Verantwortung übernimmt und für mehr Verlässlichkeit sorgt. Es wird höchste Zeit, die Kindertagesbetreuung endlich für Eltern kostenfrei zu gestalten. Andere Bundesländer machen es vor.“   

Redaktion

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