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Kaum Kooperationspartner an Ganztagsschulen

Zur „Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen in M-V“, die heute vom Bildungsministerium und potentiellen außerschulischen Partnern unterzeichnet wurde, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

„Bildungsministerin Birgit Hesse ist endlich aufgewacht und hat offenbar erkannt, dass die geltende Regelung, außerschulische Partner für Angebote am Nachmittag heranzuziehen, an den ganztägig arbeitenden Schulen kaum greift. Seit drei Jahren stellt die Landesregierung bis zu 250 Lehrerstellen zur Verfügung, um damit Kooperationspartner zu bezahlen. Lediglich gut 26 dieser 250 Stellen werden im Schuljahr 2017/2018 an außerschulische Partner, wie Vereine, Verbände und Institutionen, für unterrichtsergänzende Ganztagsangebote genutzt (Antwort auf Kleine Anfrage Drs. 7/1517). Das sind gerade mal rund 2 Wochenstunden je ganztägig arbeitende Schule.

Der Anteil von außerschulischen Angeboten muss deutlich erhöht werden – sie sind wichtiger Bestandteil einer umfassenden Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler. Ankündigungen und Absichtserklärungen allein reichen da nicht aus! Erforderlich sind konkrete Schritte, damit die Zusammenarbeit für die Kooperationspartner tatsächlich attraktivwird.

 

Neben einer besseren Vernetzung von Angebot und Nachfrage müssen vor allem die Lehrkräfte, die den Schülerinnen und Schülern nachmittags Angebote machen, angemessen bezahlt werden. Ihnen muss jede Stunde ihrer Arbeit in der Ganztagsschule vergütet werden. Die derzeitige Regelung, bei einigen Angeboten die Lehrkräfte 90 Minuten arbeiten zu lassen, aber lediglich 45 Minuten anzurechnen, muss vom Tisch. Die krummen mathematischen Spielchen sind weder handhabbar noch werden damit die Leistungen der Lehrkräfte anerkannt. Gerade im Hinblick auf den Lehrermangel muss die Bildungsministerin die Arbeitsbedingungen auch im Ganztagsschulbereich so verbessern, dass die Lehrerinnen und Lehrer gern in M-V arbeiten.“

Redaktion

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