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Schutz und Integration der Menschen sind bei Ankerzentren nicht geplant

Zur Debatte um die Einrichtung von sogenannten Ankerzentren für geflüchtete Menschen erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch:

 

„Die Einrichtung von Ankerzentren für geflüchtete Menschen, wie sie von Bundesinnenminister Horst Seehofer geplant und von Landesinnenminister Lorenz Caffier unterstützt werden, ist strikt abzulehnen. Anker bedeutet ‚Ankommen-Katalogisieren-Erfassen-Rückführen‘. Schutz für geflüchtete Menschen und Integration sind dagegen nicht vorgesehen. Die Unterbringung von vielen Menschen an Stadträndern und in großen Lagern ist unmenschlich. Akzeptanz kann so nicht wachsen, Integration nicht gelingen. Stattdessen sollen die Menschen kriminalisiert, weggesperrt und abgeschoben werden.

 

Es ist hinlänglich bekannt, dass in großen Einrichtungen, Heimen und Unterkünften Spannungen und Konflikte verstärkt auftreten. Unabhängig von Nationalität und Religion sorgen der Mangel an Privatsphäre, sowie geringe Chancen zur Arbeit oder sonstige Teilhabe für massiven Stress bei den derart Untergebrachten. Entsprechend hoch ist das Konfliktpotential.

 

Bevor Innenminister Caffier Herrn Seehofer das Wort redet, sollte er die Polizistinnen und Polizisten fragen. Sie können ihm berichten, was Wegsperren im Wald für die betroffenen Menschen bedeutet und wie es deren Verhalten beeinflusst. Wer von ‚Parallelwelten‘ redet und vor diesen warnt, darf sie nicht schaffen.“

Redaktion

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