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Theaterpakt: kein großer Wurf, sondern überfälliger Schritt

Zu den Ergebnissen des Gesprächs der Landesregierung mit den theatertragenden Kommunen und den Intendanten der Theater des Landes erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

 

„Es ist gut, dass die sogenannte Theaterreform als gescheitert abgeheftet wird. Der große Wurf ist heute allerdings auch nicht gelungen, aber immerhin bewegt sich die Landesregierung. Es ist ein überfälliger Schritt, die Mittel für die Theater und Orchester zu erhöhen, aber der Teufel steckt im Detail.

 

Die Anpassung der Tarife ist dringend erforderlich, doch wie Finanzierung insgesamt aussehen soll, ist noch unklar. Am Ende werden die Kommunen wieder zubuttern müssen, obwohl das Land mit seinen üppigen Überschüssen und Rücklagen sich wesentlich stärker engagieren könnte. Zudem werden an allen Häusern weiterhin Stellen abgebaut und dieser Verlust schwächt die Theaterlandschaft dauerhaft.

 

In Schwerin wird es wohl perspektivisch ein reines Landestheater geben. Inwieweit es am Ende wirklich mehr Geld für einen Theaterneubau in Rostock geben wird, steht noch in den Sternen. Außer nebulösen Ankündigungen gab es dazu keine konkrete Aussage.“

 

Hintergrund: Der Theaterpakt soll für 10 Jahre gelten. Alle vier Mehrspartenhäuser sollen erhalten bleiben. Flächentarif für Mitarbeiter*innen soll erreicht werden. Das Land will sich stärker finanziell engagieren, von jetzt 36 Mio. auf mind. 40 Mio. Euro Landeszuschuss; jährliche Dynamisierung um 2,5 Prozent ab 2019. Das Land will sich an der Zahlung von Flächentarifen mit 55 Prozent beteiligen. Neustrelitz und Neubrandenburg werden nicht fusionieren, sollen aber kooperieren und müssen „nur“ 30 Stellen abbauen. Stellenstreichungen gibt es an allen Standorten.

Redaktion

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