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Arbeitsmarktzahlen machen weiteren Diskussions- und Handlungsbedarf deutlich

Trotz Rückgangs, Arbeitsmarktzahlen machen weiteren Diskussions- und Handlungsbedarf deutlich

 

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat März erklärt Henning Foerster, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

 

„Wieder einmal wird deutlich, dass der alleinige Blick auf die Entwicklung der  offiziellen Arbeitslosenzahlen nur die halbe Wahrheit darstellt. So wurden in unserem Land im März 2019 mehr als 64.000 Frauen und Männer offiziell als arbeitslos gezählt. Davon befanden sich allein 41.000 im Hartz IV-Bezug – viele davon seit längerem ohne eine echte berufliche Perspektive.

 

Etwa 20.000 Menschen befanden sich zudem in Fördermaßnahmen oder hatten einen Sonderstatus und werden allein deshalb nicht als arbeitslos gezählt. Das heißt: mehr als 84.000 Frauen und Männer im arbeitsfähigen Alter sind in M-V ohne Arbeit – nicht mitgezählt diejenigen, die mit lebenslangen Einkommenseinbußen zwangsverrentet wurden und weiter auch werden.

 

Sowohl Bundesarbeitsminister Heil als auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit Scheele haben inzwischen die Notwendigkeit einer verstärkten Förderung für langzeitarbeitslose Frauen und Männer einräumen müssen und zusätzliche Mittel bereitgestellt. Für unser Bundesland haben die Jobcenter erklärt, in diesem Jahr aus diesen zusätzlichen Mitteln 1082 Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen zu wollen. Ob diese Zahl erreicht wird, das bleibt abzuwarten. Die Zahlen zeigen aber, dass das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit auch mit den neuen Fördermöglichkeiten nicht gelöst werden kann.

 

In Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit brauchen wir daher auch weiterhin eine intensive Diskussion darüber, wie Langzeitarbeitslosigkeit beendet werden kann. Daher muss die Debatte um eine zielgerichtete Förderung mit Landesmitteln ebenso weitergeführt werden wie die um eine grundlegende Reform des SGB II. Wichtig dabei ist, dass diese Debatte nicht im stillen Kämmerlein, sondern mit den Arbeitsmarktakteuren im Land geführt wird.“

 

 

Redaktion

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