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Eigenlob der Sozialministerin kann nicht über Probleme hinwegtäuschen

Zur Erklärung von Sozialministerin Drese bezüglich der Struktur in der Hospiz- und Palliativversorgung in M-V erklärt Torsten Koplin, der gesundheits- und sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag M-V: 

„Das Eigenlob der Sozialministerin bezüglich der Hospiz- und Palliativversorgung in M-V kann nicht über die Probleme hinwegtäuschen. Der Wirtschafts- wie auch der Sozialausschuss des Landtags haben sich in den letzten Monaten mehrfach mit der Unterrichtung der Landesregierung befasst (Unterrichtung durch die Landesregierung Evaluationsbericht „Die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ auf Drucksache 7/2271).

Sowohl im Bericht als auch fraktionsübergreifend in den Ausschüssen wurde neben einer durchschnittlich guten Versorgung im Land auf die gravierenden Unterschiede zwischen Städten und ländlichem Raum hingewiesen. Gleichzeitig gäbe es Probleme an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Anbietern und bei deren palliativmedizinischer Qualifikation. Die Belastung der Angehörigen war ein weiteres Thema des Berichts.

Im Ergebnis dessen wurde ein Projekt zur Weiterbildung der Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen durch ein palliativmedizinisches Schulungsmodul gefordert. Dieses gibt es bislang nur in der Mecklenburgischen Seeplatte. Die Linksfraktion fordert die Ausweitung und Verstetigung des Projektes sowie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle. Die nunmehr 22 ambulante und neun stationäre Hospiz- und Palliativdienste brauchen dringend diese Unterstützung. Hier muss schnellstmöglich gehandelt werden.

Mit Verwunderung nimmt meine Fraktion jedoch zur Kenntnis, dass die Landesregierung nun ein Kinderhospiz für M-V einrichten will, wurde diese Forderung meiner Fraktion bisher doch vehement abgelehnt und ein Bedarf bestritten. Die Landesregierung begründete dies bisher mit den Angeboten der Krankenhäuser im Land sowie der Standorte Berlin und Hamburg. Was also führte zum Sinneswandel? Eine Erklärung blieb die Ministerin bisher schuldig.“

Redaktion

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