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Arbeitslose Männer und Frauen wieder stärker beruflich weiterbilden

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Entwicklung der Arbeitslosenversicherung in Mecklenburg-Vorpommern“ (Drs. 7/3943) erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster

 

„In den Jahren 2009 bis 2018 ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld  um annähernd 45 Prozent zurückgegangen. Demgegenüber ist bei den Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung ein ungleich stärkerer Einbruch zu verzeichnen. Er liegt insgesamt bei über 78 Prozent, wobei Maßnahmen zum Erreichen eines Abschlusses um über 54 Prozent eingebrochen sind.

 

In Zeiten zunehmenden Fach- und Arbeitskräftemangels ist diese Entwicklung kontraproduktiv. Arbeitsmarktexperten fordern seit langem mehr Mittel für die berufsqualifizierende Weiterbildung. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Arbeitgeber in Deutschland stellen bevorzugt Leute ein, die einen Abschluss in der Hand haben. Fehlt ein Berufsabschluss, ist der Zugang zu einer neuen Beschäftigung oft unmöglich.

 

Gut qualifizierte Beschäftigte sind leistungsstärker, verdienen in der Regel mehr und zahlen folglich auch mehr Steuern und Abgaben. Allein dieser Aspekt rechtfertigt einen Mittelaufwuchs und die verstärkte Förderung der beruflichen Weiterbildung. Das monatliche Verkünden der neuesten Rekordtiefs am Arbeitsmarkt genügt nicht – arbeitslose Männer und Frauen brauchen eine Perspektive.“

Redaktion

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