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Kritik an Personalpolitik von Bauunternehmen völlig unangebracht

Zur Forderung von Finanzminister Reinhard Meyer, dass die Bauunternehmen mehr Personal einstellen sollen, erklärt die finanzpolitische Sprecherin, Jeannine Rösler:

 

„Die Schuld am Liegenbleiben von öffentlichen Geldern ist nicht bei der Bauwirtschaft zu suchen. Über Jahre wurden öffentliche Investitionen massiv runtergefahren. Die Bauwirtschaft, Planungsbüros und Bauverwaltungen reagierten mit massivem Stellenabbau. Nun gibt es zwar mehr Geld, aber die Fachleute fehlen. Auch daran trägt das Land eine Mitschuld. Die Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren wurde in Rostock und Neubrandenburg eingestampft und allein auf Wismar konzentriert und die berufsschulische Ausbildung in den Bauhauptgewerken findet nur noch in Rostock statt. Ein Azubi-Ticket gibt es jedoch nicht. Obwohl jährlich allein 100 Bauingenieure im Land fehlen, unternimmt das Land nichts dagegen. Da zieht es viele in die Ferne.

 

Solange öffentliche Auftraggeber nur in einem viel zu kurzen Zeitfenster überhaupt Aufträge vergeben, diese in viel zu kurzer Zeit erledigt und abgerechnet haben wollen und noch dazu der Bezahlung hinterhergelaufen werden muss, ist das kein vernünftiger Umgang mit Bauunternehmen. Sie brauchen Arbeit das ganze Jahr über, nicht nur Spitzen und dann Ebbe. Nur eine verlässliche Auftragslage lässt Einstellungen zu.

 

Es gilt die öffentliche Verwaltung mit Personal zu stärken, damit Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Die Förderbedingungen müssen so geändert werden, dass eine stetige und übers Jahr verteilte Auftragslage entsteht. Eine überjährige Förderung muss die Regel sein. Und die Zahlungsmoral muss sich deutlich verbessern.“

Redaktion

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