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Europa, Bund und M-V verschließen die Augen vor dem Elend der Kinder

Zur Ablehnung des Antrages „Initiative #WirHabenPlatz unterstützen“ erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch:

 

„Tausende geflüchtete Kinder leiden in den maßlos überfüllten griechischen Aufnahmelagern an Unterversorgung und desaströsen Zuständen. Mehr als 4100 Kinder ohne Angehörige sind komplett schutzlos den herrschenden Bedingungen ausgeliefert: fehlende Hygiene und medizinische Versorgung, kaum Essen und sauberes Wasser, Kälte, Dreck und Schlamm, nicht endende Gewalt, körperlicher und sexueller Missbrauch, Traumatisierungen. 

 

Die europäische Staatengemeinschaft wendet sich ab. Die Bundesregierung stellt sich stur und verwehrt selbst den Bundesländern, Kommunen und Einzelpersonen, die eigenständig Hilfe organisieren und Kinder in ihre Obhut nehmen wollen, grünes Licht und Unterstützung. Hilferufe der griechischen Regierung, Aufrufe von Organisationen und Verbänden, Kommunal- und Landespolitikerinnen und -politikern und selbst der Europäischen Kommission verhallen und können die christlich-demokratischen Herren nicht dazu bewegen, Kinderseelen und Kinderleben zu retten.

 

Wir fordern, dass sich Mecklenburg-Vorpommern der Initiative von Niedersachsen, Berlin und Thüringen anschließt, mindestens 1000 unbegleitete Kinder in Deutschland aufzunehmen. Davon sollen nach Kapazitäten in den Kommunen, jedoch mindestens 20 unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Mecklenburg-Vorpommern in Obhut genommen werden. Kapazitäten sind vorhanden. Doch die Landesregierung konnte sich nicht zur Aufnahme dieser verschwindend geringen Anzahl von Kindern durchringen, auch wenn in der Debatte deutlich wurde, dass auch die Koalitionäre eine Lösung im Sinne der Kinder anstreben.“

Redaktion

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