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Die Justizministerin nahm Eskalation billigend in Kauf

Der Hambührener CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch hat schwere Vorwürfe gegen Justizministerin Niewisch-Lennartz erhoben: „Leider ist genau das eingetreten, wovor ich seit Langem gewarnt habe. Die offenkundige Ignoranz der Ministerin hat ihren Teil zur Eskalation beigetragen“, sagte Adasch mit Blick auf die Ereignisse in Hambühren.

 

Dank der guten und konsequenten Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft sei inzwischen klar geworden, dass die mutmaßliche Entführung einer polizeibekannten 18-jährigen Hambührenerin von dieser offenbar nur vorgetäuscht wurde, erklärt Adasch. Die junge Frau steht zudem in Verdacht, seit Anfang des Jahres rund 150 Straftaten in dem Ort nahe Celle begangen zu haben. „Für mich war es wenig überraschend, dass sich die gegen die geschädigten Bürgerinnen und Bürger in Hambühren erhobenen Vorwürfe, es habe sich um Selbstjustiz gehandelt, in Schall und Rauch aufgelöst haben“, machte Adasch deutlich. Er kenne viele der Betroffenen persönlich und stehe mit ihnen in Kontakt.

 

„Warum allerdings von Seiten der Justizministerin seit Monaten billigend in Kauf genommen wird, dass eine Jugendliche immer weiter in eine Abwärtsspirale gerät und Bürger das Vertrauen in den Rechtsstaat verlieren, ist mir völlig unverständlich“, sagt Adasch. In den vergangenen Monaten habe er sich mehrfach erfolglos durch Briefe, parlamentarische Anfragen und persönliche Gespräche an die Justizministerin und ihre Staatssekretärin gewandt. „Wenn ein Gericht so überlastet ist, dass ein Fall wie dieser keine Priorität bekommen kann, muss das Justizministerium für Entlastung sorgen“, fordert der CDU-Abgeordnete. Stattdessen seien das Gericht, die Bürger in Hambühren und auch die 18-jährige Hauptverdächtige im Stich gelassen worden. „Insofern trägt die Ministerin eine Mitschuld, dass es so weit kommen konnte“, bekräftigt Adasch.

 

Letztlich gehe es darum, zum Schutz der jungen Frau wie der Bürger, weitere Eskalationen zu verhindern und möglichst schnell zu belastbaren Ergebnissen zu kommen. Darin sei er sich auch mit den geschädigten Anwohnern in Hambühren einig. Den Menschen, die Nacht für Nacht in ihrer Nachbarschaft Streife laufen, gehe es ganz praktisch um den Schutz ihres Hab und Guts. Von irgendwelchen Anwandlungen zur Selbstjustiz habe er nichts gespürt. Im Gegenteil: In der Hambührener Bevölkerung werde immer wieder gefragt, was eigentlich noch passieren muss, damit der jungen Frau endlich geholfen wird. „Die Justiz muss endlich handeln. Um der jungen Frau zu helfen. Um den Geschädigten zu ihrem Recht zu verhelfen. Und um den Rechtsfrieden in Hambühren endlich wiederherzustellen“, so Adasch.

Redaktion

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