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TenneT ist in Verantwortung für transparentes Verfahren

Darum geht's

Der Netzbetreiber TenneT hat am 7. März 2017 seinen Vorschlag für den Trassenverlauf sowie einen Alternativkorridor für die Hochspannungsleitung Südlink vorgelegt. Das war zugleich der Startschuss für das offizielle Planverfahren, die Bundesfachplanung. Wegen der starken Proteste von Anwohnern, Naturschützern und Landkreisen sowie politischen Drucks von Rot-Grün aus Niedersachsen hatte der Bundestag Ende 2015 beschlossen, die Leitung komplett unter die Erde zu bringen. 

Das sagen die Grünen

Volker Bajus, energiepolitischer Sprecher 

„Es ist ein Erfolg der Vernunft, dass die Südlink-Trasse vollständig erdverkabelt wird. Wir Grüne haben das gemeinsam mit den Bürgern erfolgreich gefordert, um die Belastungen für Landschaftsbild und Anwohner zu minimieren. Erdkabel haben im Vergleich zu Freileitungen zudem eine geringere Strahlenbelastung für die nähere Umgebung.“ 

„Die vorliegenden Vorschläge müssen nun intensiv geprüft werden. Wir wollen, dass am Ende der Trassenverlauf gefunden wird, der am umweltschonendsten und menschenfreundlichsten realisiert werden kann. Nur wenn das gelingt, wird die Maßnahme als Teil der Energiewende auch akzeptiert.“ 

„Mit der Vorlage der Trassenkorridore beginnt der formale Genehmigungsprozess. Alle Betroffenen, Kommunen und Bürger sollten jetzt die Möglichkeit nutzen und sich in das Verfahren einbringen. Wir appellieren an TenneT und die zuständige Bundesnetzagentur, für maximale Transparenz zu sorgen.“ 

Zum Hintergrund

2015 hat die Bundesregierung auch auf Druck aus dem rot-grünen Niedersachsen einen Erdkabel-Vorrang für das Projekt Südlink beschlossen. Daraufhin hat der zuständige Netzbetreiber TenneT seine Vorplanung neu gestartet. Da Südlink durch mehrere Bundesländer verläuft, ist für die Genehmigung allein der Bund zuständig. Die Anträge an die Bundesnetzagentur sollen noch im März eingereicht werden. Damit startet der formale Genehmigungsprozess und die zugehörige Bürgerbeteiligung. Der endgültige Korridor wird von der Bundesnetzagentur voraussichtlich in zwei Jahren festgelegt. 

Es folgt jetzt ein zweistufiges Verfahren. Im Rahmen der Bundesfachplanung (Raumordnungsverfahren) wird ein Kilometer breiter Korridor festgelegt. Im anschließenden Planfeststellungsverfahren erfolgt die endgültige Ausbauplanung. In beiden Verfahrensschritten haben Anwohner und Kommunen die Gelegenheit, ihre Argumente einzubringen.

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