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Landesregierung doktert weiter an Symptomen, statt Ursachen zu bekämpfen

„Die schwarz-rote Landesregierung doktert weiter scheinbar hilflos an den Symptomen herum, anstatt die Ursachen für den Lehrermangel zu beseitigen. Aktuell fürchten vor allem Gesamtschulen um eine Verschlechterung ihrer Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr, weil nicht genug Lehrkräfte eingestellt wurden“, erklärt Pia Zimmermann, Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der niedersächsischen LINKEN, zur Antwort (Drucksache 18/962) des Kultusministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag. Zimmermann weiter: „In dem Schreiben beklagt die GroKo in Hannover lediglich ‚ein deutliches Missverhältnis zwischen der Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit einer Lehramtsbefähigung für den Bereich der Grund-, Haupt-, Real-, Ober- und Gesamtschulen (Sekundarbereich I) auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt und dem Bedarf für diese Schulformen.‘ Die schlechtere Bezahlung von Lehrkräften an Grund-, Haupt- und Realschulen im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien, kommt für die Landesregierung als Ursache für die Schieflage bei den Bewerberzahlen scheinbar jedoch nicht in Betracht.“

Vorstandskollege Lars Leopold ergänzt: „Das Ministerium will etwaige Lücken beim Personal durch Umverteilungen stopfen. Das wird weitere Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrern bedeuten. Kultusminister Tonne (SPD) wird jedoch nicht um deutliche Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs herumkommen, wenn er den Mangel in den Griff bekommen und nicht bloß weiter verwalten will. Ohne diese spürbare Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes durch eine bessere Bezahlung und deutliche Entlastungen bei der Arbeitszeit wird die Unterrichtsmisere kaum behoben werden können. Das bedeutet, dass alle Lehrkräfte mindestens nach A13 besoldet werden müssen, damit auch künftig neue Lehrkräfte gewonnen werden können. Ziel muss es sein, eine Unterrichtsversorgung von mindestens 105 Prozent an unseren Schulen zu erreichen. Dann sind auch Ausfälle wegen Elternzeit, Krankheit, Fortbildungen und andere schulische Aktivitäten einkalkuliert.“

Redaktion

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