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Mindestlohn: Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig

„Trotz der geplanten Erhöhung bleibt der Mindestlohn ein Armutslohn. Ob 8,84 oder 9,19 Euro – unter 12 Euro die Stunde führt er die Menschen direkt in die Altersarmut“, kommentiert Lars Leopold, 
Mitglied im Landesvorstand der niedersächsischen LINKEN, die geplante Anhebung der Lohnuntergrenze zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro. Leopold weiter: „In vielen Fällen reicht der Mindestlohn, 
der bereits bei seiner Einführung deutlich zu niedrig war, nicht einmal zum Leben, so dass Betroffene oftmals nicht über die Runden kommen und aufstocken müssen. Wir brauchen endlich einen 
allgemeinen flächendeckenden und armutsfesten Mindestlohn, der diesen Namen auch verdient. Nach Berechnung der Bundesregierung, auf eine Anfrage der Partei DIE LINKE im Bundestag, muss 
der Stundenlohn 11,68 Euro betragen, damit Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren eine Rente erhalten, die oberhalb des Grundsicherungsniveaus liegt. Das heißt im Klartext, eine Erhöhung des 
Mindestlohns auf 12 Euro würde dafür sorgen, dass Beschäftigten im Rentenalter der Gang zum Sozialamt erspart bleibt.“

Landesvorsitzende Anja Stoeck macht deutlich: „Die Bundesregierung wird nicht müde, auf glänzende Wirtschaftsdaten zu verweisen. Dennoch findet Deutschland sich bei der Erhöhung des 
Mindestlohns im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten unter den Schlusslichtern in der EU wieder: Der Mindestlohn ist zu niedrig und wurde 2017 beispielsweise nicht erhöht. Durch die 
Preissteigerungen konnten sich die betroffenen Beschäftigten deshalb real weniger dafür kaufen. Während Unternehmen Rekordgewinne verzeichnen, bleiben für Geringverdiener bestenfalls 
Cent-Beträge. Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass viele Menschen in Deutschland vom Wirtschaftsboom nichts oder viel zu wenig abbekommen. Das ist eine unverantwortliche Politik 
der sozialen Spaltung.“
Redaktion

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