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Brexit gefährdet Fischindustrie in Niedersachsen

Der durch einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens entstehende Verlust umfangreicher Zugangsrechte zu britischen Gewässern bedroht nach Auffassung der CDU-Landtagsfraktion die gesamte Fischfangindustrie in Niedersachsen. In einem Entschließungsantrag wollen die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD die Landesregierung nun bitten, sich für einen Erhalt der bestehenden Zugangsrechte auch nach dem 29. März einzusetzen. „40 Fischbetriebe allein am Standort Cuxhaven mit 1.400 Mitarbeitern machen deutlich, wie wichtig dieser Wirtschaftszweig ist. Über 60 Prozent ihrer pelagischen Fänge machen die Betriebe allerdings in der britischen Außenwirtschaftszone. Kommt es zum harten Brexit, könnten die Beschäftigten ihren Beruf faktisch nicht mehr ausüben“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Thiemo Röhler.

 

Während der Fisch in britischen Gewässern zu finden sei, finde seine Verarbeitung vor allem auf dem europäischen Festland wie in Cuxhaven statt. Die Fischer müssten nach Norwegen ausweichen, wo gerade keine pelagischen Fänge zu erzielen sind. „Die skizzierten Folgen machen deutlich, dass es nur Verlierer beim Brexit gibt. Ebenso machen sie deutlich, wie unverantwortlich populistische, demagogische und nationalistische Politik ist.“

Redaktion

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