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Gebauer: FDP erwartet klare Ergebnisse bei Rundem Tisch zu G8

(LPP) Die FDP geht mit klaren Positionen in die Gespräche über die Schulzeitverkürzung an Gymnasien. Yvonne Gebauer, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, erwartet deutliche Ergebnisse und einen klaren Zeithorizont: „Wir brauchen greifbare Ergebnisse, die zügig zu Verbesserungen führen.“ Die FDP-Fraktion habe zahlreiche Vorschläge zur besseren Unterstützung der Gymnasien vorgelegt, die von Rot-Grün und mitunter auch von der CDU abgelehnt wurden.

Yvonne Gebauer betont: „Die Elterninitiativen erwecken den Eindruck, als sei eine Rückkehr zum `alten´ G9 möglich. Das entspricht aber nicht der Realität.“ Da an den anderen weiterführenden Schulformen das Stundenvolumen erhöht wurde, sei eine solche Rückkehr weder sachlich noch fachlich realisierbar. „Es ist nicht hilfreich, wenn gegenüber Eltern ein falscher Eindruck vermittelt wird“, kritisiert Gebauer. Die FDP-Fraktion möchte, dass die Kinder und Jugendlichen umfassend entlastet werden. „Als Antwort auf die Sorgen der Eltern muss Rot-Grün Taten folgen lassen. Es kann nicht allein um Evaluierungen und ein paar Praxisbeispiele gehen. Notwendig ist klares, zeitnahes und strukturiertes Handeln. Ziel muss eine Qualitätssteigerung gymnasialer Bildung ohne Leistungsrelativierung sein.“

Um den Schülerinnen und Schülern mehr Freizeit zu ermöglichen, müssen bis zu einem klar definierten Zeitpunkt die Kernlehrpläne deutlich entschlackt werden. „Es geht um Konzentration statt Ausfransen. Zudem muss eine fachliche Hausaufgabenbetreuung in der Schule Standard werden, um außerhalb der Schulzeit mehr Freiräume zu schaffen und gleichzeitig die fachliche individuelle Förderung zu vertiefen“, betont Gebauer. Auch die Tagesplangestaltung zwischen Fachunterricht und Förderstunden müsse auf die Agenda. „Wer darüber hinaus die Gymnasien bei der individuellen Förderung unterstützen will, darf nach dem Doppeljahrgang nicht tausende Stellen abziehen.“ Die FDP fordert den Verbleib von durchschnittlich einer Lehrerstelle pro Gymnasium, um mit diesen insgesamt 627 Stellen die individuelle Förderung zu intensivieren. Darüber hinaus müssten für Eltern Wahlmöglichkeiten gesichert werden. Den von CDU, SPD und Grünen im Schulkonsens angestrebten „Zwangsganztag“ lehnt die FDP ab und fordert stattdessen endlich Wahlmöglichkeiten durch flexible Modelle für Ganztag und Halbtag an Schulen.

Wibke Op den Akker
Pressesprecherin
FDP-Landtagsfraktion NRW
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